Sonderurlaub im Rahmen des Leistungssports (Sporturlaub) beantragen

Letzte Änderung dieser Seite am 12-09-2012

Der Sporturlaub soll die Teilnahme an internationalen Sportveranstaltungen in Luxemburg und im Ausland ermöglichen. Dieser begrenzt bewilligte Urlaub richtet sich an im Bereich des Leistungssports tätige Personen (Leistungssportler, Betreuer, Schieds- und Linienrichter), die gleichzeitig einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Der Sporturlaub wird dem gesetzlich oder durch eine Sondervereinbarung festgelegten Jahresurlaub hinzugerechnet.

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    Demande d'un congé sportif pour sportifs d'élite
    Demande d'un congé sportif pour les sports collectifs
    Demande d'un congé sportif pour accompagnateurs officiels
    Demande d'un congé sportif pour dirigeants, juges et arbitres
    Certificat de l'employeur pour le congé sportif
    Déclaration de remboursement de l'employeur pour le congé sportif

* Kann online via MyGuichet eingereicht werden

Zielgruppe

Der Sporturlaub wird Leistungssportlern, ihren Betreuern sowie Schieds- und Linienrichtern gewährt, um an folgenden Veranstaltungen teilzunehmen:

  • an Wettkämpfen auf dem offiziellen Programm der Olympischen oder Paralympischen Spielen und an vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) genehmigten Vorführprogrammen;
  • an offiziellen internationalen Wettkämpfen, dies sowohl in der finalen als auch in der Qualifikationsphase;
  • an vom nationalen olympischen Komitee (Comité olympique et sportif luxembourgeois - COSL) oder ihrem Sportverband festgelegten Trainingslagern.

Was das technische und administrative Führungspersonal angeht, so wird der Sporturlaub lediglich im Falle von Veranstaltungen auf internationaler oder europäischer Ebene gewährt:

  • offizielle Sitzungen der internationalen Sportverbände, der Olympischen Bewegung, der zwischenstaatlichen Sportinstanzen und der nicht-staatlichen Sportorganisationen;
  • Organisation von offiziellen internationalen Sportveranstaltungen in Luxemburg;
  • auf internationaler Ebene organisierte Fortbildungslehrgänge.

Sowohl Arbeitnehmer aus dem privaten oder öffentlichen Sektor als auch Freiberufler können in den Genuss des Sporturlaubs gelangen.

Linien- und Schiedsrichtern kann ebenfalls Sporturlaub bewilligt werden, um an internationalen Schulungen im Hinblick auf Diplome der obersten Stufen teilzunehmen.

Voraussetzungen

Um in den Genuss des Sporturlaubs zu gelangen, müssen die Leistungssportler sowie die Linien- und Schiedsrichter:

  • als Nicht-Berufssportler einem anerkannten nationalen Sportverband angehören;
  • qualifiziert sein, um Luxemburg bei den oben genannten internationalen Wettkämpfen zu vertreten;
  • ihren Antrag vom nationalen olympischen Komitee gegenzeichnen lassen.

Führungskräfte müssen beim COSL oder bei einem anerkannten Verband eine ehrenamtliche Funktion ausüben.

Vorgehensweise und Details

Modalitäten zur Bewilligung von Sporturlaub

Der Antrag auf Sporturlaub ist entweder durch das nationale olympische Komitee (COSL) oder den zuständigen nationalen Verband schriftlich beim Sportministerium (Ministère des Sports) einzureichen. Der Urlaubsantrag muss spätestens 1 Monat vor dem Datum des Ereignisses, für welches der Urlaub beantragt wird, eingehen.

Dem jeweiligen Arbeitgeber ist innerhalb der gleichen Frist eine Kopie des Antrags zukommen zu lassen, damit dieser dem Sportministerium seine Anmerkungen mitteilen kann.

Der Antrag muss die Daten zum Personen- und Berufsstand des Antragstellers sowie zum Zweck des Urlaubsantrags enthalten.

Zudem muss der Antrag im Falle von Betreuern deren technische oder administrative Funktionen genau angeben sowie eine Rechtfertigung der Notwendigkeit ihrer Dienste im Interesse eines oder mehrerer Elitesportler enthalten.

Was das Führungspersonal angeht, so müssen diese in ihrem Antrag ihre administrativen oder technischen Funktionen bei der antragstellenden Stelle genau angeben.

Nach Einreichen des Antrags und nach Stellungnahme der Sonderkommission des Obersten Sportrats (Conseil supérieur des sports) gibt der Sportminister dem Antrag entweder statt oder weist ihn zurück und legt gegebenenfalls die Dauer des Sporturlaubs fest.

Der Arbeitgeber kann sich dem zwecks Teilnahme an einem Trainingslager bewilligten Sporturlaub widersetzen, wenn die Abwesenheit des Arbeitnehmers den ordnungsgemäßen Betrieb des Unternehmens stören würde. Dieser Widerspruch muss begründet und schriftlich in 3 Ausfertigungen an den Betroffenen, die antragstellende Organisation und den Sportminister gesandt werden. Letzterer erkennt kurzfristig über den Widerspruch.

Die Bewilligung des Urlaubs ist endgültig, wenn der begründete Widerspruch des Arbeitgebers nicht innerhalb von 8 Tagen nach Zustellung des Urlaubsantrags erhoben wird.

Die Anzahl an bewilligten Sporturlauben ist begrenzt:

  • für Sportler: auf die Höchstanzahl an Einsätzen (einschließlich der Ersatzspieler), auf die das COSL oder der jeweilige nationale Verband Anspruch hat. Diese Grenze wird durch die Verordnungen des Internationalen Olympischen Komitees oder des zuständigen internationalen Verbands festgelegt;
  • für Betreuer:
    • auf 4 Personen pro Gruppe von mindestens 10 Sportlern;
    • auf 5 Personen pro Gruppe von 11 oder mehr Sportlern.

Von diesen Grenzen kann abgewichen werden, falls Sportler aus mehreren Sportarten an den Olympischen oder Paralympischen Spielen teilnehmen.

Grundsätzlich ist der Sporturlaub auf 12 Werktage pro Jahr und pro Person begrenzt. Er kann jedoch in folgenden Fällen je nach Sachlage auf ministerielle Empfehlung verlängert werden:

  • für die Mitglieder eines speziellen staatlich und vom COSL unterstützten Trainingsmodells der Nationalkader;
  • für die Mitglieder des Kaders der Elitesportler und für die besagten Elitesportler, die eine Teilnahme an den Olympischen oder Paralympischen Spielen vorbereiten;
  • für die technischen Führungskräfte und die Betreuer der Sportler;
  • für die Schiedsrichter, die von den internationalen Sportinstanzen eingeladen werden, anlässlich von offiziellen internationalen Wettbewerben aufzutreten, sowie zu Zwecken der Steigerung ihres Ausbildungsgrads.

Der Sporturlaub für Führungskräfte ist hingegen auf 50 Werktage pro Jahr und pro Verband begrenzt.

Auswirkungen des Sporturlaubs auf das Arbeitsverhältnis

Der Sporturlaub wird tatsächlich geleisteter Arbeitszeitgleichgestellt. Demzufolge gelten während der Dauer des Sporturlaubs weiterhin die gesetzlichen Bestimmungen in Sachen Sozialversicherung und Kündigungsschutz.

Die Dauer des Sporturlaubs wird derjenigen des jährlichen Erholungsurlaubs hinzugerechnet. Der Sporturlaub darf nicht vom Jahresurlaub in Abzug gebracht werden. Vorbehaltlich einer Einwilligung des Arbeitgebers kann der Sporturlaub in der Regel nicht mit Jahresurlaub kumuliert werden, falls sich dadurch eine Abwesenheit ergeben würde, welche die Gesamtdauer des geschuldeten Jahresurlaubs überschreiten würde.

Der Sporturlaub muss nicht zwingend in einem Mal genommen werden. Er kann aufgeteilt werden.

Während des Sporturlaubs wird der Betroffene vergütet:

  • im Falle einer Bewilligung des Urlaubs haben Arbeitnehmer im Privatsektor für jeden Urlaubstag Anspruch auf eine dem durchschnittlichen Tageslohn entsprechende vom Arbeitgeber gezahlte Ausgleichsentschädigung. Cette indemnité ne peut pas dépasser 4 fois le salaire social minimum pour travailleurs non-qualifiés ;
  • diejenigen Personen, die einer selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, gelangen ebenfalls in den Genuss einer direkt vom Staat gezahlten Ausgleichsentschädigung;
  • die im öffentlichen Dienst tätigen Sportler beziehen weiterhin ihr Gehalt und sind demnach nicht von der Ausgleichsentschädigung im Falle eines Gehaltsverlusts betroffen. Als im öffentlichen Dienst tätig gelten diejenigen Personen, deren Vergütung vom Staat gezahlt wird.

Zuständige Kontaktstellen

66, rue de Trèves
L-2630 - Luxemburg
Postanschrift: Postfach 180 L-2011 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel: (+352) 247 83400
Fax: (+352) 247 83457
E-Mail: info@sport.public.lu

3, route d'Arlon
L-8009 - Strassen
Großherzogtum Luxemburg
Tel: (+352) 48 80 48-200
Fax: (+352) 48 80 74
E-Mail: cosl@cosl.lu