Eine finanzielle Beihilfe für den Kauf eines bis zum 31. Dezember 2011 zugelassenen Fahrzeugs mit geringem CO2-Ausstoß oder Elektro-/Hybridfahrzeugs beantragen (PRIMe CAR-e)

Letzte Änderung dieser Seite am: 01-10-2013

Im Rahmen der Absatzförderung von Personenkraftwagen mit geringem Ausstoß an CO2 und anderen Schadstoffen bietet der luxemburgische Staat für den Kauf eines solchen Neuwagens, der zwingend im Großherzogtum zugelassen werden muss, einmalig eine finanzielle Beihilfe (genannt „PRIMe CAR-e”) an, die sich je nach Höhe der CO2 -Emissionen auf 750 oder 1.500 Euro oder gar 3.000 Euro beläuft.

Zielgruppe

Bedingungen für alle Beihilfen

Die finanzielle Beihilfe ist natürlichen Personen (und Unternehmen) vorbehalten, die Eigentümer eines im Großherzogtum Luxemburg zugelassenen Pkw sind, der die Grenzwerte in Sachen CO2-Emissionen einhält, wobei auch das Datum der Erstzulassung eine Rolle spielt.

Die Beihilfe wird nicht für Fahrzeuge gewährt, die innerhalb von 7 Monaten nach der Erstimmatrikulation auf den Namen des Antragstellers abgetreten oder exportiert werden. Bei Mietfahrzeugen ohne Chauffeur beträgt diese Frist 12 Monate. Wird die Beihilfe vom Fahrzeughalter beantragt, wird die Beihilfe nicht gewährt, wenn die Dauer des Leasingvertrags unter 7 Monaten liegt.

Beihilfe von 750 Euro

Die Beihilfe von 750 Euro wird für Fahrzeuge bewilligt, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • das Datum ihrer Erstzulassung liegt zwischen:
    • dem 1. Juni 2007 und dem 31. Dezember 2011, sofern der Eigentümer eine natürliche Person ist;
    • dem 1. Juni 2008 und dem 31. Dezember 2011, sofern der Eigentümer eine privatrechtliche juristische Person (Gesellschaft oder Unternehmen) ist.
  • ihr Feinstaubausstoß beträgt nicht mehr als 5 mg/km (Dieselmotor). Ein Dieselpartikelfilter ist somit unerlässlich, bietet aber keine absolute Gewähr dafür, dass die Abgasgrenzwerte auch tatsächlich eingehalten werden;
  • ihre CO2-Emissionen betragen nicht mehr als:

    • 120 g/km (160 g/km unter bestimmten Bedingungen*) bei Erstzulassung spätestens am 31. Juli 2010;

    • 110 g/km (160 g/km unter bestimmten Bedingungen*) bei Erstzulassung spätestens am 31. Juli 2011;

    • 100 g/km (160 g/km unter bestimmten Bedingungen*) bei Erstzulassung ab dem 1. August 2011.

Dieser Grenzwert von 160 g/km ist zulässig:

  • bei Fahrzeugen mit mindestens 6 Sitzplätzen, unter der Bedingung, dass die Person, auf deren Namen das Fahrzeug zugelassen ist, Teil eines Haushalts ist, der sich aus mindestens 6 Personen zusammensetzt;
  • bei ausschließlich durch einen Elektromotor, einen mit Erdgas oder Flüssiggas betriebenen Motor oder durch eine Brennstoffzelle angetriebenen Fahrzeugen;
  • bei auf den Namen einer behinderten Person (Behindertenausweis B oder C) oder auf den Namen einer nicht behinderten Person, die für eine Person sorgt, die Inhaber eines Behindertenausweises (B oder C) ist, zugelassenen Fahrzeugen.

Beihilfe von 1.500 Euro

Die Beihilfe von 1.500 Euro wird für Fahrzeuge bewilligt, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • das Datum ihrer Erstzulassung liegt zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2011;
  • ihre CO2-Emissionen betragen nicht mehr als:
    • 100 g/km bei Erstzulassung spätestens am 31. Juli 2011;
    • 90 g/km bei Erstzulassung ab dem 1. August 2011;
  • ihr Feinstaubausstoß beträgt nicht mehr als 5 mg/km (Dieselmotor).

Die Beihilfe wird auch für Fahrzeuge bewilligt, die zwischen dem 1. August 2011 und dem 31. Dezember 2011 erstmalig zugelassen wurden, deren CO2-Ausstoß zwischen 91 und 100 g/km liegt und die spätestens am 31. März 2011 bestellt worden waren, wenn deren bei Bestellung vorgesehener Liefertermin vor dem 31. Juli 2011 lag.

Beihilfe von 3.000 Euro

Die Beihilfe von 3.000 Euro wird für Fahrzeuge bewilligt, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • das Datum ihrer Erstzulassung liegt zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2011;
  • ihre CO2-Emissionen betragen nicht mehr als 60 g/km;
  • ihr Feinstaubausstoß beträgt nicht mehr als 5 mg/km (Dieselmotor).

ebenso für reine Elektrofahrzeuge (die ausschließlich durch einen Elektromotor angetrieben werden), die folgende Bedingungen erfüllen:

  • das Datum ihrer Erstzulassung liegt zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2011;
  • der Eigentümer des Fahrzeugs oder, im Falle eines Leasing-Vertrags, der auf der Zulassungsbescheinigung oder im Leasing-Vertrag eingetragene Halter des Fahrzeugs hat spätestens 6 Monate vor der Einreichung des Antrags auf Bewilligung der finanziellen Beihilfe einen Liefervertrag für Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen unterzeichnet.
  • Interessierte werden für weitere technische Informationen auf die ausführlichen Bestimmungen verwiesen, die in den jeweiligen großherzoglichen Verordnungen nachzulesen sind.

Verzögerung der Lieferung von bestimmten Fahrzeugen infolge des Erdbebens in Japan

Es hat sich herausgestellt, dass eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen, die vor oder unmittelbar nach dem Erdbeben vom 11. März 2011 bestellt wurden und deren Lieferung bis spätestens 31. Juli 2011 erfolgen sollte, erst mehrere Wochen oder sogar Monate später ausgeliefert werden können, so dass die Betroffenen nicht mehr in den Genuss der Prämie gelangen oder nur die Prämie von 750 Euro statt von 1500 Euro erhalten.

Deswegen wurde eine 5-monatige Verlängerung (bis 31. Dezember 2011 anstatt bis 31. Juli 2011) der Frist, zu der die vom Lieferrückstand betroffenen Fahrzeuge erstmalig zugelassen sein müssen, damit die derzeit geltende Prämienregelung noch in Anspruch genommen werden kann.

In solchen Fällen ist dem Antrag auf Erhalt der Beihilfe eine Kopie des Kaufvertrags beizufügen, in welchem das Bestelldatum und das ursprünglich vorgesehene Lieferdatum angegeben sind. Sofern der Kaufvertrag das ursprünglich vorgesehene Lieferdatum nicht angibt, muss dieses auf einem anderen vom Hersteller oder von dem offiziell vom Hersteller bevollmächtigten Händler des Fahrzeugs ausgestellten Dokument angegeben sein.

Achtung: in dem Formular ist dieser spezielle Fall nicht berücksichtigt.

Fristen

Der Antrag ist frühestens 7 Monate nach dem Datum, an dem das Fahrzeug auf den Namen des Antragstellers für die finanzielle Beihilfe zugelassen wurde, und spätestens am 1. Oktober 2012 zu stellen. Bei Mietfahrzeugen ohne Fahrer beträgt diese Frist 12 Monate. Der Antrag muss demnach spätestens am 1. März 2013 gestellt werden.

Vorgehensweise und Details

Die finanzielle Beihilfe wird nur einmal pro Pkw gewährt.

Der Antrag auf Bewilligung der finanziellen Beihilfe ist mit einem speziellen Formular bei der Abteilung Energieeinsparung (Service des Economies d'Energie) der Umweltbehörde (Administration de l'Environnement) zu stellen. Ihm müssen je nach Sachlage die folgenden Belege beigefügt werden, um bearbeitet werden zu können:

  • eine Kopie der Zulassungsbescheinigung (graue Karte);

  • eine Kopie der vom Fahrzeughersteller ausgestellten EG-Konformitätsbescheinigung;

  • eine Kopie der Fahrzeugrechnung mit Zahlungsbestätigung (vorzulegen, wenn der Antrag vom Eigentümer des Fahrzeugs gestellt wird);

  • eine Kopie der Bescheinigung über die Haushaltszusammensetzung, die bei Anträgen für Fahrzeuge mit mindestens 6 Sitzplätzen vorzulegen ist;

  • eine Kopie des Leasingvertrags, in dem der Pkw mit seiner Identifizierungsnummer ausgewiesen ist, wenn der Antrag vom Halter eingereicht wird;

  • eine Kopie des Behindertenausweises (wenn der Pkw auf den Namen eines Behinderten oder einer nicht behinderten Person zugelassen ist, die für einen Behinderten sorgt).

  • eine Kopie des vom Stromlieferanten erstellten Dokuments, welches nachweist, dass der Eigentümer des Fahrzeugs oder, im Falle eines Leasing-Vertrags, der auf der Zulassungsbescheinigung oder im Leasing-Vertrag eingetragene Halter des Fahrzeugs spätestens 6 Monate vor der Einreichung des Antrags auf Bewilligung der finanziellen Beihilfe einen Liefervertrag für Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energiequellen unterzeichnet hat (nur vorzulegen bei Fahrzeugen, die ausschließlich durch einen Elektromotor angetrieben werden).

Zuständige Kontaktstellen

1, avenue du Rock'n'Roll
L-4361 - Esch-sur-Alzette
Großherzogtum Luxemburg
Tel: (+352) 40 56 56-1
Fax: (+352) 48 50 78

Öffnungszeiten:
von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr