Eine finanzielle Beihilfe für den Bau eines Niedrigenergie-/Passivhauses beantragen (PRIMe HOUSE)

Letzte Änderung dieser Seite am 21-09-2016

Zur Durchführung von Investitionsprojekten, die die rationelle Energienutzung und die Erschließung erneuerbarer Energiequellen zum Ziel haben, gewährt das Umweltministerium (Ministère de l'Environnement) Privatpersonen Subventionen. Mit dieser staatlichen Beihilferegelung namens „PRIMe HOUSE“ wird insbesondere der Bau von Häusern mit hoher Energieeffizienz, d. h. von Passivhäusern (Klasse A) und Niedrigenergiehäusern (Klasse B), gefördert.

Hinweis: Die PRIMe HOUSE kann nur für Gebäude innerhalb des Großherzogtums Luxemburg gewährt werden.

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    • Aide pour nouvelle maison (basse énergie / passive) à performance énergétique élevée (PRIMe HOUSE)

Zielgruppe

Folgende Personen können eine finanzielle Förderung beim Bau eines neuen Wohnhauses (Ein- oder Mehrfamilienhaus) mit hoher Energieeffizienz beantragen:

  • natürliche Personen;
  • Vereinigungen ohne Gewinnzweck (asbl);
  • private und öffentliche Bauträger.

Die PRIMe HOUSE kann nur für Gebäude innerhalb des Großherzogtums Luxemburg gewährt werden.

Voraussetzungen

Die folgenden Bedingungen müssen erfüllt sein, damit der Antrag zulässig ist:

  • Energieeffizienz gemäß der geänderten großherzoglichen Verordnung vom 30. November 2007:
    • Klasse AAA und luftdichte Gebäudehülle (≤ 0,6/h);
    • Klasse BBB und luftdichte Gebäudehülle (≤ 1,0/h);
  • kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Sonderbedingungen für die Leistung des Wärmerückgewinnungssystems und die spezifische elektrische Leistungsaufnahme);
  • keine fest installierte aktive Klimaanlage.
Jedem Antrag auf Baugenehmigung für den Bau eines neuen Wohngebäudes ist eine Berechnung der Energieeffizienz sowie ein Energiepass beizufügen, der Energieeffizienzklassen für Gebäude von A (beste Klasse) bis I (schlechteste Klasse) vorsieht.

Fristen

Die Anträge auf Förderung sind innerhalb von 4 Jahren, gerechnet ab dem 31. Dezember des Kalenderjahres, auf das sich die betreffende Rechnung bezieht, bei der Umweltbehörde (Administration de l’environnement) einzureichen. Bei Mehrfamilienhäusern ist ein einziger Antrag einzureichen.

Der Antrag auf finanzielle Beihilfe ist bis spätestens 31. Dezember 2022 zu stellen.

Bei Passivhäusern (Klasse AAA) sind Investitionen und Dienstleistungen, für die zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2020 einschließlich eine Rechnung ausgestellt wurde, förderungsfähig, vorausgesetzt, die Baugenehmigung wurde zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2016 beantragt.

Das Passivhaus muss spätestens vor dem 31. Dezember 2020 fertiggestellt sein.

Bei Niedrigenergiehäusern (Klasse BBB) sind Investitionen und Dienstleistungen, für die zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2017 einschließlich eine Rechnung ausgestellt wurde, förderungsfähig, vorausgesetzt, die Baugenehmigung wurde zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 31. Dezember 2013 beantragt.

Das Niedrigenergiehaus muss spätestens vor dem 31. Dezember 2017 fertiggestellt sein.

Vorgehensweise und Details

Antragstellung

Der Antrag auf finanzielle Förderung beim Bau eines neuen Hauses mit hoher Energieeffizienz umfasst Folgendes:

  • die entsprechenden Rechnungen für die beantragten Finanzbeihilfen mit Aufgliederung und Quittungsstempel oder separatem Zahlungsbeleg.
Da jeder Antrag je nach Wahl des Eigentümers oder Architekten verschiedene Bereiche betreffen kann, sind den verschiedenen Datenblättern gegebenenfalls zusätzliche Unterlagen beizufügen, die in den Formularen angegeben sind.

Tabelle der Finanzhilfen

Fördermittel (in Euro pro m2)
    Niedrigenergiehaus

Passivhaus (Baugenehmigung zwischen dem 01.01.2013 und dem 31.12.2014)

Passivhaus (Baugenehmigung zwischen dem 01.01.2015 und dem 31.12.2016)
Einfamilienhausbis 150 m² 45 160 70
Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, Gesamtfläche unter 1.000 m²bis 80 m² 40 139 52
80 m² bis 120 m² 25 87 31
Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, Gesamtfläche über 1.000 m²bis 80 m² 34 99 44
80 m² bis 120 m² 21 57 26

Für die Zinsvergünstigung bzw. -subvention werden Hypothekendarlehen bis zu jeweils 50.000 Euro je Wohnung berücksichtigt, die nach dem 1. Januar 2009 und ausschließlich zur Durchführung eines oder mehrerer Investitionsvorhaben aufgenommen wurden, das bzw. die unter die Beihilferegelung zur Förderung der rationellen Energienutzung und Erschließung erneuerbarer Energiequellen fallen. Diese Zinsvergünstigung bzw. -subvention kann nur auf Vorlage der quittierten Rechnungen erfolgen, aus denen hervorgeht, dass das Darlehen für die vorgenannten Zwecke verwendet wurde.

Bestimmte Gemeinden gewähren zusätzliche Beihilfen zu den staatlichen Beihilfen für die Einsparung von Energie und für erneuerbare Energien. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob solche Beihilfen verfügbar sind.

Zusätzliche Maßnahmen

Für die Installation eines Erdwärmetauschers mit kontrollierter Lüftungsanlage einschließlich Wärmerückgewinnungssystem wird eine Beihilfe von 50 % bewilligt, wobei diese die folgenden Beträge nicht überschreiten darf:

  • 1.000 Euro bei einem Einfamilienhaus;
  • 1.500 Euro bei einem Zweifamilienhaus. Zu diesem Betrag kommen 200 Euro für jede weitere Wohnung hinzu. Die Gesamthöhe der Beihilfe ist auf 4.000 Euro pro Wohnanlage begrenzt.


Für die Installation eines Sonnenschutzsteuerungssystems, das sich nach der Intensität und der Richtung der Sonneneinstrahlung richtet, wird eine pauschale Beihilfe in Höhe der folgenden Beträge bewilligt:

  • 500 Euro bei einem Einfamilienhaus;
  • 250 Euro pro Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Die Höhe der Beihilfe ist auf 2.500 Euro pro Wohnanlage begrenzt.

Zuständige Kontaktstellen

1, avenue du Rock'n'Roll
L-4361 - Esch-sur-Alzette
Großherzogtum Luxemburg
Tel (+352) 40 56 56-1
Fax (+352) 40 56 56 699

Öffnungszeiten
von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr