Als nicht gebietsansässiger Steuerpflichtiger eine Einkommensteuererklärung ausfüllen (Steuerveranlagung)

Letzte Änderung dieser Seite am: 22-01-2013

Wie funktioniert das?

Nicht gebietsansässige Steuerpflichtige müssen jedes Jahr (im Wege der Steuerveranlagung) eine Einkommensteuererklärung (Vordruck 100) abgeben.

Unabhängig von ihrer Adresse gilt eine natürliche Person in der Regel als nicht gebietsansässiger Steuerpflichtiger, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt im Ausland, also außerhalb Luxemburgs, hat.

Lohn- und Rentenempfänger müssen nur eine Einkommensteuererklärung zur Steuerveranlagung einreichen, wenn ihr steuerpflichtiges Einkommen eine der Besteuerungsgrenzen überschreitet.

Um eine Erstattung möglicher Steuerüberzahlungen zu beantragen, können Lohn- und Rentenempfänger, deren Einkommen unterhalb dieser Grenzen liegt, beantragen, ihre Steuer entsprechend ihrer persönlichen Situation zu berichtigen:

Achtung!Um Berechnungs- und Anzeigeprobleme beim Herunterladen des PDF-Vordrucks zu vermeiden, empfiehlt die Steuerverwaltung (Administration des contributions directes - ACD), das Formular auf der Festplatte zu speichern, dann Acrobat Reader (Version 10, 11 oder Acrobat Pro) zu starten und anschließend das Formular mithilfe des Acrobat Reader-Menüs zu öffnen (Datei, Öffnen).

Formulare / Online-Dienste

Erledigen Sie Ihren Vorgang:

  • Online

    • Einkommensteuererklärung für ansässige und nicht ansässige Personen (Vordruck 100)
  • Indem Sie das Formular herunterladen

    Einkommensteuererklärung für ansässige und nicht ansässige Personen (Vordruck 100)

* Kann online via MyGuichet eingereicht werden

Zielgruppe

Folgende Personen müssen eine Steuererklärung einreichen:

  • alle Nicht-Gebietsansässigen, die von der Steuerverwaltung aufgefordert werden, eine Einkommensteuererklärung auszufüllen;
  • nicht getrennt lebende Ehegatten, von denen einer gebietsansässig und der andere nicht gebietsansässig ist, die vorübergehend auf Antrag in Steuerklasse 2 eingestuft wurden;
  • alle nicht in Luxemburg ansässigen Personen, deren luxemburgisches (einheimisches) Einkommen eine der folgenden Obergrenzen überschreitet:
    • 100.000 € steuerpflichtige (quellenabzugsfähige) Einkünfte bei Lohn- und Rentenempfängern;
    • 36.000 € steuerpflichtige (quellenabzugsfähige) Einkünfte bei Inhabern von mindestens einer zusätzlichen Lohnsteuerkarte der Steuerklasse 1 oder 2 mit einem festen Steuersatz;
    • 30.000 € steuerpflichtige (quellenabzugsfähige) Einkünfte bei Inhabern von mindestens einer zusätzlichen Lohnsteuerkarte der Steuerklasse 1A mit einem festen Steuersatz;
    • 600 € Nettoeinkünfte, die keinem Abzug an der Quelle unterliegen;
    • 1.500 € Nettoeinkünfte aus Kapitalvermögen (steuerabzugspflichtig);
    • 1.500 € Nettoeinkünfte aus Tantiemen (steuerabzugspflichtig).

Folgende Personen werden auf Antrag im Wege der Veranlagung (Vordruck 100) besteuert, um mögliche Steuerüberzahlungen zurückzuerlangen:

  • nicht gebietsansässige Steuerpflichtige, die sich für eine steuerliche Gleichstellung entscheiden:
    • Schuldner von Zinsen in Bezug auf bereits errichtete oder im Bau befindliche Immobilien, die außerhalb des Großherzogtums gelegen sind und als Hauptwohnsitz dienen;
    • eingetragene Lebenspartner und gleichgeschlechtliche Partner, die sich für eine Zusammenveranlagung gemäß den Tarifen der Steuerklasse 2 entschieden haben;
    • Antragsteller einer Steuergutschrift für Alleinerziehende (durch Ankreuzen von Feld 228 des Vordrucks 100);
    • Antragsteller anderer Sonderausgaben als die Sozialversicherungsbeiträge oder persönlichen Beiträge im Rahmen von Zusatzrentenregelungen, die über den Mindestpauschbetrag von 480 Euro hinausgehen;
    • Antragsteller von als außergewöhnliche Belastungen zulässigen Kosten, bei denen es sich nicht um die Kosten für nicht zum Haushalt gehörende Kinder handelt;
  • Empfänger von weniger als 1.500 € an Dividenden, die den Abzugsbetrag auf ihre Kapitalerträge anrechnen wollen;
  • nicht gebietsansässige Steuerpflichtige, die Verluste aus anderen Einkunftsarten verzeichnen (z. B. können Verluste aus Einkünften aus Vermietung und Verpachtung mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit verrechnet werden).

Fristen

Die Einkommensteuererklärung (Vordruck 100) soll vorzugsweise bis den 31. März des auf das betreffende Steuerjahr folgenden Jahres und unter Einhaltung der bestimmten Sendefristen der verschiedenen Abteilungen der Steuerverwaltung (ACD), bei dem zuständigen Steueramt (je nach Wohnsitz des Steuerpflichtigen) eingereicht werden.

Begründete Anträge auf Verlängerung der Einreich- oder Abgabefrist sind (vorzugsweise per Fax oder Post) an das zuständige Steueramt zu richten.

Für nicht gebietsansässige Steuerpflichtige zuständige Steuerämter:

  • das Steueramt Luxemburg Y ist für steuerpflichtige Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Frankreich zuständig;
  • das Steueramt Luxemburg Z ist für steuerpflichtige Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland zuständig;
  • das Steueramt Luxemburg X ist für nicht gebietsansässige Steuerpflichtige zuständig, die ihren Steuersitz in Belgien oder anderen Ländern haben (mit Ausnahme der Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland oder Frankreich).

Die Anträge auf Steuerrückerstattung (im Wege der Steuerveranlagung auf Antrag) mittels Abgabe einer Steuererklärung werden für das Steuerjahr 2013 zurückgewiesen, wenn sie nicht bis spätestens zum 31. Dezember 2014 beim zuständigen Steueramt eingereicht wurden. 

Bei Nichteinhalten der vorgeschriebenen Fristen kann das Steueramt einen Steuerzuschlag, Verzugszinsen oder eine Geldstrafe anwenden.

Weigert sich der Steuerpflichtige, seine Steuererklärung abzugeben, sieht sich das Steueramt gezwungen, die Steuerschuld zu ermitteln, indem es eine amtliche Veranlagung durch Schätzung vornimmt.

 

Vorgehensweise und Details

Einreichung der Steuererklärung

Grundsätzlich wird den nicht gebietsansässigen Steuerpflichtigen per Post jedes Jahr im Februar entweder ein Formular in Papierform (Vordruck 100) oder eine Aufforderung zum Herunterladen und Ausfüllen des Online-Steuererklärungsvordrucks auf der Internetseite der Steuerverwaltung oder auf Guichet.lu zugesandt. Die ausgefüllte und unterzeichnete Erklärung ist beim Vorsteher des zuständigen Steueramts einzureichen bzw. an ihn zurückzuschicken. Auch wenn die Steuerpflichtigen ein Papierformular erhalten haben, können sie die Steuererklärung elektronisch ausfüllen (Vordruck 100).

Durch Ankreuzen des Kästchens „Verzicht auf gedruckte Formulare” am Ende des Vordrucks entscheidet sich der Steuerpflichtige dafür, keine Steuererklärung in Papierform mehr zu bekommen und wird zukünftig per Post aufgefordert, das Formular herunterzuladen.

Das Formular, etwaige Anlagen sowie die verlangten Belege können elektronisch ausgefüllt, unterschrieben bzw. auf elektronischem Weg an das zuständige Steueramt geschickt werden. Um Probleme bei der Anzeige, beim Ausfüllen oder Ausdrucken solcher PDF-Dokumente zu vermeiden, ist es ratsam, die aktuellste Version von Acrobat® Reader® gratis herunterzuladen.

Zur Vereinfachung der verwaltungstechnischen Formalitäten hat die Steuerverwaltung ferner seit dem Steuerjahr 2008 die Anzahl der zwingend der Steuererklärung beizufügenden Belege vermindert, und zwar unabhängig von der Form der Übermittlung (eingescannt und elektronisch übermittelt oder Postversand von Unterlagen).

Unabhängig von der Art der Einreichung müssen von nun an folgende Belege beigefügt werden:

  • Verdienst- oder Renten-/Pensionsbescheinigung für das betreffende Jahr;
  • Bescheinigung über die Höhe der Schuldzinsen im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen oder Privatkrediten, die während des Steuerjahres aufgenommen wurden (Jahresauszug);
  • der Bescheinigung über das Bestehen einer eingetragenen (luxemburgischen oder ausländischen) Lebenspartnerschaft, wenn die Zusammenveranlagung erstmals für das betreffende Steuerjahr beantragt wird.

Nicht-Gebietsansässige müssen zudem ihre ausländischen Einkünfte (die sie in ihrem Wohnsitzland erzielt haben) durch beweiskräftige Unterlagen belegen.

Das Steueramt behält sich jedoch das Recht vor, weitere Nachweise zu verlangen.

Im Falle von Fehlern oder fehlenden Teilen in der Einkommensteuererklärung werden die Steuerpflichtigen gebeten, direkt mit dem zuständigen Steueramt Kontakt aufzunehmen, unabhängig davon, ob sie die Erklärung per Post oder online versandt haben. Berichtigungsanträge sind innerhalb von 3 Monaten nach Ausstellen des Steuerbescheids schriftlich an das zuständige Steueramt zu richten.

Allgemeine Grundsätze der Besteuerung

In Luxemburg steuerpflichtige Nicht-Gebietsansässige können sich für eine steuerliche Gleichstellung mit Gebietsansässigen entscheiden, wenn:

  • mindestens 90 % ihres Welteinkommens (in- und ausländische Einkünfte) in Luxemburg steuerpflichtig sind;
  • sie in Belgien ansässig sind und die beruflichen Einkünfte ihres Haushalts zu mehr als 50 % in Luxemburg erzielt werden.

Für eine steuerliche Gleichstellung muss der Steuerpflichtige Feld 313 auf Seite 3 der Einkommensteuererklärung (Vordruck 100) ankreuzen.

Infolgedessen kann er auch die steuerlich absetzbaren Kosten beanspruchen, die gebietsansässigen Steuerpflichtigen gewährt werden.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Möglichkeit sich für den Steuerpflichtigen nur vorteilhaft auswirken kann (bei Nachteilen für den Steuerpflichtigen würde die Steuerverwaltung den Antrag ablehnen).

Entscheidet der nicht gebietsansässige Steuerpflichtige sich gegen diese Möglichkeit, werden in Luxemburg nur seine luxemburgischen Einkünfte versteuert. In diesem Fall kann er Aufwendungen nur in begrenztem Maße absetzen.

Zu versteuernde Einkünfte/steuerbefreite Einkünfte

Zu versteuernde Einkünfte sind im Allgemeinen die vom Steuerpflichtigen erzielten inländischen Einkünfte, die aufgrund einer innerstaatlichen Rechtsvorschrift Luxemburgs und/oder eines Doppelbesteuerungsabkommens in Luxemburg steuerpflichtig sind.

Steuerbefreite Einkünfte sind die vom Steuerpflichtigen erzielten ausländischen Einkünfte, die aufgrund eines zwischen Luxemburg und dem Herkunftsland dieser Einkünfte geschlossenen Doppelbesteuerungsabkommens in Luxemburg nicht steuerpflichtig sind und daher im Allgemeinen im Herkunftsland der Einkünfte versteuert werden müssen.

Der nicht gebietsansässige Steuerpflichtige muss sein nicht steuerbefreites Einkommen in der Einkommensteuererklärung angeben, da er in Luxemburg aufgrund seiner inländischen Einkünfte steuerpflichtig ist.

Ein nicht gebietsansässiger Steuerpflichtiger, der steuerlich wie ein ansässiger Steuerpflichtiger behandelt werden will, muss sowohl seine nicht steuerbefreiten als auch seine steuerbefreiten Einkünfte (z. B. Mieteinnahmen aus einem Gebäude in Belgien, Lohn des in Frankreich arbeitenden Ehegatten usw.) in seiner Einkommensteuererklärung angeben. Diese im Ausland erzielten Einkünfte sind als solche steuerbefreit, werden jedoch bei der Ermittlung des auf die zu versteuernden Einkünfte anwendbaren Steuertarifs berücksichtigt.

Vereinfachtes Beispiel eines ledigen Steuerpflichtigen (Steuerklasse 1):

  • In Luxemburg steuerpflichtiges Einkommen (Lohn): 40.000 Euro
  • Lohneinkünfte aus einem Land, mit dem Luxemburg ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat (in Luxemburg steuerfreie Einkünfte): 10.000 Euro

Das gesamte steuerpflichtige Einkommen, das zur Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt wird, beträgt 40.000 + 10.000 = 50.000 Euro.

Laut Steuertabelle ist bei einem Einkommen von 50.000 Euro (Steuerklasse 1) ein Steuerabzug von 10.222 Euro angezeigt. Der globale Steuersatz beläuft sich demnach auf 10.222 / 50.000 = 20,44 %. Diesem Steuersatz wird der Beitrag zum Beschäftigungsfonds in Höhe von 7 % hinzugerechnet, was einen anwendbaren Steuersatz von 21,87 % ergibt.

Dieser Steuersatz wird lediglich auf die zu versteuernden Einkünfte, d. h. 40.000 Euro angewandt.

Laut Steuertabelle in Luxemburg geschuldete Steuer: 40.000 x 21,87 % = 8.748 Euro.

Zusammenveranlagung

Die Steuerpflichtigen werden entsprechend ihrer persönlichen Situation entweder zusammen oder getrennt besteuert.

Nicht gebietsansässige zusammen veranlagte Steuerpflichtige reichen nur eine Steuererklärung ein, in der die in Luxemburg steuerpflichtigen inländischen Einkünfte anzugeben sind. Die Steuerschuld wird auf der Grundlage der kumulierten Einkünfte der zusammen veranlagten Steuerpflichtigen ermittelt, wobei diese für die Entrichtung der Steuern gesamtschuldnerisch haften.

Aus rechtlichen Gründen erhält jeder der gemeinsam veranlagten Steuerpflichtigen eine eigene Kopie des gemeinsamen Steuerbescheids für den Haushalt.

Ehegatten

Gemeinsam steuerpflichtig sind unter den folgenden Voraussetzungen:

  • Ehegatten, die:
    • nicht dauernd getrennt leben und
    • bei denen mehr als 50 % der beruflichen Einkünfte des Haushalts (Steuerklasse 2) in Luxemburg steuerpflichtig sind und
    • beide in Luxemburg steuerpflichtige nicht steuerbefreite Einkünfte (z. B. einen Lohn) beziehen;
  • nicht dauernd getrennt lebende Ehegatten auf gemeinsamen Antrag, von denen der eine Ehepartner gebietsansässiger Steuerpflichtiger und der andere nicht gebietsansässiger Steuerpflichtiger ist, sofern der gebietsansässige Ehepartner während des Steuerjahres in Luxemburg mindestens 90 % des beruflichen Haushaltseinkommens erzielt. Damit nicht im selben Land ansässige Ehepartner die Zusammenveranlagung beantragen können, müssen die Steuerpflichtigen auf Seite 3 der Einkommensteuererklärung Feld 305 ankreuzen und die Einkommensteuererklärung gemeinsam unterschreiben.
Eingetragene Lebenspartner

Bei den luxemburgischen direkten Steuern haben eingetragene Lebenspartner nicht die Möglichkeit einer Zusammenveranlagung im Rahmen des monatlichen Quellensteuerabzugs, und die eingetragene Lebenspartnerschaft wirkt sich nicht auf die Steuerkarten aus.

Nicht gebietsansässige Steuerpflichtige, die im Rahmen einer eingetragenen (ausländischen oder luxemburgischen) Lebenspartnerschaft zusammenleben, und mindestens 90 % der gesamten Einkünfte in Luxemburg versteuern müssen, können zusammen veranlagt werden, wenn:

  • die eingetragene Lebenspartnerschaft während des gesamten Steuerjahres (d. h. vom 1. Januar bis zum 31. Dezember) bestand;
  • der Antrag auf Zusammenveranlagung gemeinsam gestellt wird (der Vordruck der Einkommensteuererklärung muss von den beiden eingetragenen Lebenspartnern unterzeichnet werden, die die Zusammenveranlagung beantragen);
  • die eingetragenen Lebenspartner während des Steuerjahres eine Wohnung geteilt oder einen gemeinsamen Wohnsitz gehabt haben;
  • die Lebenspartner sich für eine steuerliche Gleichstellung entschieden haben.

Zur Ermittlung des anwendbaren Steuersatzes werden die in- und ausländischen Einkünfte beider Lebenspartner berücksichtigt. Die Quote von 90 % der beruflichen Einkünfte wird im Hinblick auf die individuelle Situation der Lebenspartner jährlich berechnet.

Zur Beantragung der Zusammenveranlagung müssen die eingetragenen Lebenspartner Feld 301 auf Seite 3 der Einkommensteuererklärung ankreuzen, Feld 302 ausfüllen und entsprechend entweder Feld 303 oder 304 ankreuzen.

Falls die Lebenspartner in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft nach ausländischem Recht leben, müssen sie ihrem Antrag ein von der zuständigen Behörde des betreffenden Staates ausgestelltes Dokument beifügen, aus dem hervorgeht, dass die Lebensgemeinschaft eingetragen wurde und während des gesamten Steuerjahres bestanden hat.

Gleichgeschlechtliche Ehepartner

Nach ausländischem Recht verheiratete gleichgeschlechtliche Partner können die Zusammenveranlagung zu den gleichen Bedingungen in Anspruch nehmen wie eingetragene Lebenspartner.

Die betreffenden Personen müssen ihrem Antrag ein von den zuständigen Behörden des betreffenden Staates ausgestelltes Dokument beifügen, aus dem hervorgeht, dass die Ehe geschlossen wurde und während des gesamten Steuerjahres bestanden hat.

Ermittlung des steuerpflichtigen Einkommens

Bei nicht gebietsansässigen Steuerpflichtigen unterliegen grundsätzlich nur die in Luxemburg erzielten (inländischen) Einkünfte der Besteuerung in Luxemburg. Diese Einkünfte sind in 8 Einkunftsarten unterteilt:

  1. Gewinn aus Gewerbebetrieb;
  2. Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft;
  3. Gewinn aus der Ausübung eines freien Berufs;
  4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit;
  5. Einkünfte aus Pensionen und Renten,
  6. Einkünfte aus Kapitalvermögen;
  7. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung;
  8. Sonstige Einkünfte.

Das steuerpflichtige Einkommen ergibt sich aus der Summe der inländischen Einkünfte nach Abzug bestimmter Freibeträge, der Sozialversicherungsbeiträge und der Versicherungsprämien.

Bei nicht gebietsansässigen Steuerpflichtigen, die sich für eine steuerliche Gleichstellung entschieden haben, ergibt sich der Steuersatz aus der Summe der inländischen Einkünfte nach Abzug bestimmter Sonderausgaben, darunter:

Das steuerpflichtige Einkommen ist identisch mit dem in Feld 1638, Seite 16 des Steuererklärungsformulars eingetragenen Betrag, abzüglich verschiedener Freibeträge (z. B.: Freibetrag für außergewöhnliche Belastungen).

Auf das so ermittelte steuerpflichtige Einkommen findet der progressive Einkommensteuertarif Anwendung.

Festsetzung der Steuerschuld

Die vom Steuerpflichtigen geschuldete Einkommensteuer wird durch Anwendung des progressiven Einkommensteuertarifs auf das gerundete bereinigte steuerpflichtige Einkommen ermittelt.

Der progressive Einkommensteuertarif ist in 19 progressive Belastungssätze mit Tarifen zwischen 0 % und 40 % eingeteilt (denen noch der Tarifaufschlag von 7 % für den Beschäftigungsfonds hinzugerechnet werden muss). Bei Steuerpflichtigen, die der Steuerklasse 1 und 1A angehören und deren steuerpflichtiges Jahreseinkommen 150.000 Euro übersteigt, erhöht sich dieser Aufschlag jedoch auf 9 %. Bei Steuerpflichtigen, die der Steuerklasse 2 angehören und ein steuerpflichtiges Jahreseinkommen von über 300.000 € haben, beträgt der Beitrag zum Beschäftigungsfonds ebenfalls 9 %.

Entsprechend der Höhe des jeweiligen steuerpflichtigen Jahreseinkommens des Steuerpflichtigen und seiner familiären Situation beläuft sich der maximale Grenzsteuersatz (einschließlich des Aufschlags für den Beschäftigungsfonds) für das Steuerjahr 2013 auf 42,80 % bzw. 43,60 %.

Die Progression hat zur Folge, dass ein Steuerpflichtiger mit höherem Einkommen verhältnismäßig mehr Steuern zahlen muss als ein Steuerpflichtiger mit geringerem Einkommen.

Aufbau der Einkommensteuererklärung

Die Einkommensteuererklärung (Vordruck 100) besteht aus 5 verschiedenen Teilen:

  1. die Seiten 1 bis 3 betreffen alle persönlichen Angaben zum Steuerpflichtigen und zu seiner familiären Situation sowie die Beantragung eines Steuernachlasses, der Steuergutschrift für Alleinerziehende und des Kinderbonus, die Wahlmöglichkeiten für den eingetragenen Lebenspartner (Zusammenveranlagung - Feld 301) und einen Abschnitt für nicht gebietsansässige Steuerpflichtige (Abzug bestimmter Ausgaben, Steuerklasse 2) sowie die Möglichkeit, sich für eine steuerliche Gleichstellung zu entscheiden (Feld 313);
  2. die Seiten 4 bis 12 :
  3. die Seiten 13 bis 14 beziehen sich auf die Sonderausgaben;
  4. Seite 15 enthält die außergewöhnlichen Belastungen, die der Steuerpflichtige absetzen kann;
  5. auf Seite 16 (letzte Seite) werden die Einkünfte aus den verschiedenen Einkunftsarten und der Gesamtbetrag der Sonderausgaben noch einmal als Übersicht dargestellt, aus der das steuerpflichtige Einkommen ermittelt wird.

Praktisches Beispiel: Einkommensteuererklärung eines nicht-gebietsansässigen ledigen Arbeitnehmers

Im vorliegenden Rechenbeispiel wird anhand eines fiktiven Zahlenbeispiel, das Beispiel eines nicht gebietsansässigen ledigen Steuerpflichtigen veranschaulicht, der in Luxemburg einer Arbeitnehmertätigkeit nachgeht und kürzlich eine Eigentumswohnung in Frankreich erworben hat, die er als Wohnsitz nutzt.

Der Steuerpflichtige Theo Guichet, ledig, geboren am 22. Januar 1975 und wohnhaft in Luxemburg-Stadt, macht in seiner Einkommensteuererklärung die unten angeführten Angaben. Es sind dort die Seiten sowie die Nummern der Felder angegeben, in die die Daten im Einkommensteuerformular („Vordruck 100”) einzutragen sind.

Verdienst- und Lohnsteuerbescheinigung

Die vom Arbeitgeber ausgestellte und Herrn Guichet zu Beginn des Jahres 2014 ausgehändigte Verdienst- und Lohnsteuerbescheinigung enthält folgende Angaben:

  • Zeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013;
  • Bruttoverdienst: 45.375 Euro (Seite 7, Feld 701);
  • Absetzbare Sozialabgaben: 4.964,88 Euro (Seite 14, Feld 1433);
  • Nicht-absetzbare Sozialabgaben für Überstunden: 7 Euro;
  • F.D. (Frais de déplacement bzw. Fahrtkosten): 2.574 Euro (Seite 7 Feld 757), was einem maximalen Pauschbetrag von 26 Einheiten à jeweils 99 Euro entspricht;
  • CIS (Crédit d'impôt pour salariés bzw. Arbeitnehmerfreibetrag): 300 Euro (der CIS beträgt 300 Euro pro Jahr bzw. 25 Euro pro Monat);
  • Überstundenfreibetrag: 375 Euro (Seite 7, Feld 722);
  • Bemessungsgrundlage zur Ermittlung des Quellensteuerabzugs: 37.460 Euro;
  • Steuerabzug: 5.438 Euro (Seite 7, Feld 777).

Der in der Verdienstbescheinigung eingetragene Arbeitnehmerfreibetrag (CIS) ist nicht dem Quellensteuerabzug hinzuzurechnen. Deswegen ist der CIS nicht in der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Herr Guichet hat keine weiteren Einkünfte.

Aufwendungen

Im Januar 2013 hat Herr Guichet eine Eigentumswohnung in Metz erworben, die er seit dem 1. Juli desselben Jahres bewohnt (Seite 10, Feld 1044). Der Einheitswert einer im Ausland gelegenen Wohnung wird von der Steuerverwaltung pauschal mit 2.500 Euro (Seite 10, Feld 1039) angesetzt, d.h. einem Nutzungswert von 100 Euro. Der Nutzungswert wird anteilig um die Nutzungsdauer der Wohnung vermindert und beläuft sich demnach auf 100 x 6/12 = 50 (Seite 10, Feld 1043).

Für den Erwerb der Eigentumswohnung hatte Herrn Guichet bei ihrer Bank ein Darlehen von 100.000 Euro aufgenommen. 2013 hat er Schuldzinsen in Höhe von 4.000 Euro gezahlt (Seite 10, Felder 1051 bis 1054). Der Betrag der Schuldzinsen ist der entsprechenden Bescheinigung zu entnehmen, die von der Bank ausgestellt wurde. Während des Leerstands der Eigentumswohnung sind die Schuldzinsen in vollem Umfang absetzbar. Der Betrag wird anteilig für den Zeitraum des Leerstands berechnet und beläuft sich auf 4.000 x (6/12) = 2.000 Euro (Seite 10, Feld 1019). Während der Nutzungsdauer sind dagegen die Schuldzinsen bis zu einem Höchstbetrag absetzbar (in diesem Fall 1.500 Euro, die auf Seite 10 in Feld 1047 einzutragen sind). Dieser Betrag in Höhe von 1.500 Euro wird vom Nutzungswert von 50 Euro abgezogen, der in Feld 1043 angegeben ist. Der in Feld 1049 angegebene und in Feld 1023 zu übertragende Betrag beläuft sich daher auf -1.450 Euro (50 Euro – 1.500 Euro).

Herr Guichet will seine Steuerabzüge geltend machen und gibt hierzu die folgenden Aufwendungen in seiner Einkommensteuererklärung an:

  • private Kfz-Haftpflichtversicherung von Herrn Guichet: 450 Euro (Seite 13, Felder 1336 bis 1338);
  • Lebensversicherung (Laufzeit 10 Jahre): 500 Euro (Seite 13, Felder 1339 bis 1341);
  • Familienhaftpflichtversicherung: 45 Euro (Seite 13, Felder 1342 bis 1344);
  • Bausparkassenbeiträge: 600 Euro (Seite 14, Felder 1419 bis 1421);
  • Einzahlungen in einen Altersvorsorgevertrag: 1.500 Euro (Seite 14, Felder 1401 bis 1404);
  • Schuldzinsen eines Fahrzeugdarlehens: 500 Euro (Seite 13, Felder 1312 bis 1315);
  • Spenden an als gemeinnützig anerkannte Stiftungen (in Luxemburg oder im EFTA-Verbund): 150 Euro (Seite 14, Felder 1437 bis 1438).

Werbungskosten

Herr Guichet listet in der Anlage die Werbungskosten im Zusammenhang mit seiner Arbeitnehmertätigkeit auf, die sich auf insgesamt 2.000 Euro (Seite 7, Feld 753) belaufen.

Dieser Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 850 Euro für Bücher zur beruflichen Weiterbildung;
  • 1.000 Euro für berufliche Weiterbildung;
  • 150 Euro für Gewerkschaftsbeiträge.

Ist der Betrag der tatsächlichen Kosten höher als der Mindestpauschbetrag von 540 Euro, sind die Einzelheiten der tatsächlichen Kosten beizufügen und formlos zu begründen.

Rechenbeispiel

Das ausgefüllte Formular zum Rechenbeispiel eines ledigen Nicht-Gebietsansässigen, der einer Arbeitnehmertätigkeit im Großherzogtum Luxemburg nachgeht, kann heruntergeladen werden.

Die Einkommensteuererklärung dient der Veranschaulichung dieses fiktiven Rechenbeispiels, ist schreibgeschützt und kann nicht weiter ausgefüllt werden.

Das 2013 erzielte steuerpflichtige Einkommen (Seite 16, Feld 1638) muss eventuell noch durch Abzug verschiedener Freibeträge bereinigt werden.

In unserem Beispiel beläuft sich das zu meldende steuerpflichtige Jahreseinkommen auf 32.039,12 Euro. Nach Überprüfung durch die ACD entspricht die Differenz zwischen der der Steuerschuld laut Einkommensteuertabelle, d. h. 3.966 Euro, und in den Lohnzetteln angegebenen einbehaltenen Steuer, d. h. 5.438 Euro, dem an den Steuerpflichtigen zu erstattenden Betrag, d. h. 1.472 Euro.

Einbehaltene Lohnsteuer: 5.438 Euro

Steuerschuld: 3.966 Euro

Zu erstattender Betrag: 1.472 Euro

Auf der Grundlage des ermittelten steuerpflichtigen Einkommens kann die Steuerschuld auf der Internetseite der Finanzverwaltung online berechnet werden.

Praktisches Beispiel: Einkommensteuererklärung eines verheirateten (nicht gebietsansässigen) Steuerpflichtigen mit einem unterhaltsberechtigten Kind

An diesem Rechenbeispiel soll mit Hilfe eines fiktiven Zahlenbeispiels die Situation eines nicht gebietsansässigen Ehepaares veranschaulicht werden, die beide in Luxemburg einer arbeitnehmerischen Tätigkeit nachgehen und 2011 in Frankreich gemeinsam eine Eigentumswohnung als Wohnsitz erworben haben.

Die Steuerpflichtigen Theo Guichet, geboren am 22. Januar 1975, und Patricia Smith, geboren am 10. Juni 1976, wohnen in Metz. Sie sind seit dem 24. Februar 2011 verheiratet und haben eine Tochter, Simone Guichet, geboren am 6. Mai 2011.

Die beiden Ehepartner werden zusammen veranlagt und machen in ihrer gemeinsamen Einkommensteuererklärung die unten angeführten Angaben. Es sind dort die Seiten sowie die Nummern der Felder angegeben, in die die Daten im Einkommensteuerformular („Vordruck 100”) einzutragen sind.

Verdienst- und Lohnsteuerbescheinigung

Die vom Arbeitgeber ausgestellte und Herrn Guichet zu Beginn des Jahres 2014 ausgehändigte Verdienst- und Lohnsteuerbescheinigung enthält folgende Angaben:

  • Zeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013;
  • Bruttoverdienst: 51.625 Euro (Seite 7, Feld 701);
  • Absetzbare Sozialabgaben: 5.663,13 Euro (Seite 14, Feld 1433);
  • Nicht-absetzbare Sozialabgaben für Überstunden: 7 Euro;
  • F.D. (Frais de déplacement bzw. Fahrtkosten): 2.574 Euro (Seite 7 Feld 757);
  • CIS (Crédit d'impôt pour salariés bzw. Arbeitnehmerfreibetrag): 300 Euro (der CIS beträgt 300 Euro pro Jahr bzw. 25 Euro pro Monat);
  • Überstundenfreibetrag: 375 Euro (Seite 7, Feld 722);
  • Bemessungsgrundlage zur Ermittlung des Quellensteuerabzugs: 43.012,88 Euro;
  • Steuerabzug: 2.520 Euro (Seite 7, Feld 773).

Die Verdienst- und Lohnsteuerbescheinigung von Frau Smith enthält die folgenden Eintragungen:

  • Zeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013;
  • Bruttoverdienst: 51.250 Euro (Seite 7, Feld 702);
  • Sozialabgaben: 5.663,13 Euro (Seite 14, Feld 1433);
  • F.D. (Frais de déplacement bzw. Fahrtkosten): 2.574 Euro (Seite 7 Feld 758);
  • A.C. (Abattement conjoint bzw. Ehegattenfreibetrag): 5.520 Euro;
  • CIS (Crédit d'impôt pour salariés bzw. Arbeitnehmerfreibetrag): 300 Euro (der CIS beträgt 300 Euro pro Jahr bzw. 25 Euro pro Monat);
  • Bemessungsgrundlage zur Ermittlung des Quellensteuerabzugs: 37.492,88 Euro;
  • Steuerabzug (15%): 5623,50 Euro (Seite 7, Feld 774).

Der in den Verdienstbescheinigungen eingetragene Arbeitnehmerfreibetrag (CIS) ist nicht dem Quellensteuerabzug hinzuzurechnen. Deswegen ist er nicht in der Einkommensteuererklärung anzugeben.

Der Ehegattenfreibetrag (A.C.) ist ein Begriff aus dem Lohnsteuerabzugsverfahren, in dessen Rahmen mehrere Mindestpauschalen Berücksichtigung finden. Obwohl der Ehegattenfreibetrag in der Einkommensteuererklärung nicht angegeben werden muss, werden bestimmte Bestandteile des Freibetrags aufgeführt (z.B. Werbungskosten).

Das Ehepaar verfügt über keine weiteren Einkünfte.

Aufwendungen

2011 wurde die Eigentumswohnung der Eheleute Guichet in Metz fertiggestellt und am 1. Dezember desselben Jahres von ihnen bezogen (Seite 10, Feld 1044). Der Einheitswert einer Wohnung im Ausland wird von der Steuerverwaltung pauschal auf 2.500 Euro festgesetzt (Seite 10, Feld 1039). Folglich beläuft sich der Nutzungswert auf 2.500 x 4 % = 120 Euro (Seite 10, Feld 1043).

Für den Erwerb der Eigentumswohnung hatte Familie Guichet bei ihrer Bank ein Darlehen von 250.000 Euro aufgenommen. 2012 und 2013 hat Familie Guichet 10.000 Euro zurückgezahlt, davon 7.000 Euro an Schuldzinsen (Seite 10, Felder 1051 bis 1054). Der Betrag der Schuldzinsen ist der entsprechenden Bescheinigung zu entnehmen, die von der Bank ausgestellt wurde. Die Bankgebühren für das Darlehen belaufen sich auf 50 Euro (Seite 10, Felder 1056 bis 1059). Die Schuldzinsen sind bis zu einem Höchstbetrag absetzbar (in diesem Fall 4.500 Euro, die auf Seite 10, in Feld 1047 einzutragen sind). Dieser Betrag in Höhe von 4.500 Euro wird vom Nutzungswert von 100 Euro abgezogen, der in Feld 1043 angegeben ist. Der in Feld 1049 angegebene Betrag beläuft sich daher auf -4.400 Euro (100 Euro – 4.500 Euro). Die Hälfte dieses Betrags ist jeweils in Feld 1023 und in Feld 1024 einzutragen.

Familie Guichet will die Steuerabzüge geltend machen und gibt die folgenden Aufwendungen in ihrer Einkommensteuererklärung an:

  • private Kfz-Haftpflichtversicherung von Herrn Guichet: 450 Euro (Seite 13, Felder 1339 bis 1341);
  • private Kfz-Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug von Frau Smith: 450 Euro (Seite 13, Felder 1342 bis 1344);
  • Lebensversicherung (Laufzeit 10 Jahre): 2.500 Euro (Seite 13, Felder 1342 bis 1344);
  • Familienhaftpflichtversicherung: 45 Euro (Seite 13, Felder 1345 bis 1347);
  • Bausparkassenbeiträge: 3.750 Euro (Seite 14, Felder 1419 bis 1421);
  • Einzahlungen in einen Altersvorsorgevertrag für Herrn Guichet: 1.500 Euro (Seite 14, Felder 1401 bis 1404);
  • Schuldzinsen eines Fahrzeugdarlehens: 500 Euro (Seite 13, Felder 1312 bis 1315);
  • Spenden an als gemeinnützig anerkannte Stiftungen (in Luxemburg oder im EFTA-Verbund): 150 Euro (Seite 14, Felder 1437 bis 1438);
  • Spenden an Unicef Frankreich: 150 Euro (Seite 14, Felder 1439 bis 1440).

Werbungskosten

Herr Guichet listet in der Anlage die Werbungskosten im Zusammenhang mit seiner Arbeitnehmertätigkeit auf, die sich auf insgesamt 2.000 Euro (Seite 7, Feld 753) belaufen.

Dieser Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 850 Euro für Bücher zur beruflichen Weiterbildung;
  • 1.000 Euro für berufliche Weiterbildung;
  • 150 Euro für Gewerkschaftsbeiträge.

Ist der Betrag der tatsächlichen Kosten höher als der Mindestpauschbetrag von 540 Euro, sind die Einzelheiten der tatsächlichen Kosten beizufügen und formlos zu begründen.

Rechenbeispiel

Das ausgefüllte Formular zum Rechenbeispiel eines nicht gebietsansässigen Ehepaares, das einer Arbeitnehmertätigkeit im Großherzogtum Luxemburg nachgeht, kann heruntergeladen werden.

Die Einkommensteuererklärung dient der Veranschaulichung dieses fiktiven Rechenbeispiels, ist schreibgeschützt und kann nicht weiter ausgefüllt werden.

Das 2012 erzielte steuerpflichtige Einkommen (Seite 16, Feld 1638) muss eventuell noch durch Abzug verschiedener Freibeträge bereinigt werden.

In unserem Beispiel beläuft sich das zu meldende steuerpflichtige Jahreseinkommen auf 77.153,74 Euro. Nach Überprüfung durch die ACD entspricht die Differenz zwischen der Steuerschuld laut Einkommensteuertabelle, d. h. 12.464 Euro, und der in den Lohnzetteln angegebenen einbehaltenen Steuer, d. h. 8.143,5 Euro, dem an der Steuerverwaltung zu zahlenden Betrag, d. h. 4320,5 Euro.

Einbehaltene Lohnsteuer: 8.143,5 Euro

Steuerschuld: 12.464 Euro

Fällige Steuern: 4.320,5 Euro

Auf der Grundlage des ermittelten steuerpflichtigen Einkommens kann die Steuerschuld auf der Internetseite der Finanzverwaltung online berechnet werden.

Zuständige Kontaktstellen