Einen Freibetrag für außergewöhnliche Belastungen nutzen

Letzte Änderung dieser Seite am 23-01-2013

Auf Antrag kann der Steuerpflichtige aufgrund zwangsläufig entstandener außergewöhnlicher Belastungen, die seine zumutbare Belastung übersteigen einen Freibetrag für außergewöhnliche Belastung in Anspruch nehmen und somit die Steuerbemessungsgrundlage mindern.

Eine Belastung ist außergewöhnlich, wenn einem Steuerpflichtigen größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrheit der Steuerpflichtigen gleichen Familienstandes, gleicher Vermögenssituation und gleicher Einkommensverhältnisse entstehen. Diese Belastung darf jedoch weder eine Betriebsausgabe oder Werbungskosten darstellen, noch in wirtschaftlichem Zusammenhang mit steuerbefreiten Einkünften stehen.

Eine Belastung ist zwangsläufig, wenn der Steuerpflichtige sich ihr aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann.

Die Belastung muss die zumutbare Belastung des Steuerpflichtigen erheblich übersteigen. Die zumutbare Belastung der Steuerpflichtigen gestaltet sich je nach ihrer Familiensituation und finanziellen Situation unterschiedlich.

Als außergewöhnliche Belastung gelten insbesondere Krankheits- oder Beerdigungskosten zu Lasten des Steuerpflichtigen, Unterhalt für mittellose Verwandte bzw. Verwandte ohne gesicherten Lebensunterhalt, Kosten aufgrund von Behinderung oder Hilfsbedürftigkeit des Steuerpflichtigen, Kinderbetreuungskosten, Kosten für den Unterhalt und die Erziehung von Kindern, die nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören, gerichtliche Scheidungskosten usw.

Formulare / Online-Dienste

Erledigen Sie Ihren Vorgang:

* Kann online via MyGuichet eingereicht werden

Zielgruppe

Diese steuerlichen Abzüge für außergewöhnliche Belastungen können in Anspruch nehmen:

  • gebietsansässige Steuerpflichtige, die eine Einkommensteuererklärung abgeben;
  • gebietsansässige Steuerpflichtige, Arbeitnehmer oder Renten-/Pensionsempfänger, durch Beantragung eines Lohnsteuerjahresausgleichs;
  • gebietsansässige Steuerpflichtige, Arbeitnehmer oder Renten-/Pensionsempfänger, die die Eintragung außergewöhnlicher Belastungen in ihre Lohnsteuerkarte beantragen.

Vorgehensweise und Details

Definition der Aufwendungen, die als außergewöhnliche Belastungen gelten

Unter bestimmten Voraussetzungen können außergewöhnliche Belastungen steuerlich abgesetzt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um:

Kinderbetreuungskosten

Die Kinderbetreuungskosten umfassen die tatsächlichen Kosten für die Aufnahme eines Kindes in eine Einrichtung für Tages- und Nachtbetreuung oder für die Tagesbetreuung bei einer zugelassenen Einrichtung. Weitere Kosten sind die Kosten für Kinderkrippen, Kindertagesstätten oder Kinderhorte, Schülerhorte und zugelassene Tageseltern.

Die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union gezahlten Kinderbetreuungskosten sind ebenfalls steuerlich absetzbar, sofern die Person/Einrichtung in diesem Mitgliedsstaat von den zuständigen Behörden anerkannt ist.

Die Kinderbetreuungskosten sind absetzbar für Kinder, die am 1. Januar des Steuerjahres unter 14 Jahre alt sind. Die Altersgrenze gilt nicht für behinderte Kinder.

Kosten für Hauspersonal

Als Kosten für Hauspersonal gelten Ausgaben für Haushaltshilfen, Haushälter/in und sonstiges Hauswirtschaftspersonal. Kosten in Zusammenhang mit Hauspersonal sind nur absetzbar, wenn:

  • Haushaltshilfen, Haushälter/in und sonstiges Hauswirtschaftspersonal über den Steuerpflichtigen oder ein Reinigungsunternehmen bei der Sozialversicherung angemeldet sind (in Luxemburg das Sozialversicherungszentrum (Centre commun de la sécurité sociale);
  • diese Personen hauptsächlich Hausarbeiten innerhalb der Wohnung des Steuerpflichtigen verrichten;
  • es sich um Personen handelt, die vom Steuerpflichtigen selbst oder von einem Reinigungsunternehmen als Arbeitnehmer eingestellt wurden.

Die Kosten für die Einstellung eines Gärtners, Fahrers oder Hausmeisters sind nicht absetzbar.

Kosten für Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit

Die Kosten für Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit umfassen Ausgaben für Hilfs- und Pflegekräfte je nach Bedürftigkeit des Steuerpflichtigen, seines Ehepartners (bei gemeinsamer Veranlagung) oder eines Kindes, das den Anspruch auf eine Steuerermäßigung für Kinder begründet, die zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Das Pflegepersonal muss ordnungsgemäß beim Sozialversicherungszentrum (Centre commun de la sécurité sociale) angemeldet sein.

Kosten für Unterhalt, Erziehung oder Berufsausbildung

Diese umfassen die Kosten für den Unterhalt, die Erziehung oder die Berufsausbildung der Kinder, die nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören (z.B. Unterhaltsleistungen).

Kosten für Unterhalt, Erziehung oder Berufsausbildung naher Verwandter

Die Kosten für den Unterhalt, die Erziehung oder Berufsausbildung naher Verwandter umfassen z.B. Ausgaben für den Unterhalt eines Geschwisterteils, eines Neffen, einer Nichte, usw. Die Kosten für den Unterhalt, die Erziehung oder Berufsausbildung dieser nahen Verwandten sind abzugsfähig, wenn es keine Personen gibt, die diese Ausgaben übernehmen müssten (kraft bestimmter Vorschriften des luxemburgischen bürgerlichen Gesetzbuchs (Code civil). Diese Ausgaben sind jedoch nur bis zu einem gewissen Höchstbetrag als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Dieser liegt beim ersten Angehörigen im Alter von mindestens 18 Jahren bei 575 Euro monatlich, bei jedem weiteren Angehörigen im Alter von mindestens 18 Jahren bei 330 Euro sowie jedem Angehörigen unter 18 Jahren bei 230 Euro. Diese Höchstbeträge werden um die eigenen Einkünfte und Bezüge des nahen Verwandten vermindert.

Unterhalt für unterhaltsberechtigte Personen

Das bürgerliche Gesetzbuch (Code civil) sieht die Unterhaltspflicht gegenüber bestimmten Verwandten und Verschwägerten vor, sofern diese bedürftig sind. Eine Unterhaltspflicht besteht insbesondere zwischen Nachfahren und Vorfahren, Schwiegersöhnen/Schwiegertöchtern einerseits und Schwiegervätern/Schwiegermüttern andererseits, zwischen Adoptivkindern und Adoptiveltern, zwischen Ehepartnern (auch, wenn sie offiziell getrennt leben).

Die Ausgaben für den Unterhalt sind insoweit als außergewöhnliche Belastungen absetzbar, als sie den tatsächlichen Bedürfnissen der unterstützten Person entsprechen (z.B. Zahlung einer Rente, Aufnahme des Verwandten im eigenen Haushalt usw.). Die Ausgaben werden um die eigenen Einkünfte und Bezüge des Verwandten gemindert.

Scheidungskosten

Diese umfassen Scheidungskosten, insbesondere Gerichts- oder Anwaltskosten.

Unterhaltsleistungen

Unterhaltsleistungen an vor dem 1. Januar 1998 geschiedene oder offiziell getrennt lebende Ehepartner sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar, sofern die geschiedenen Ehepartner keinen gemeinsamen Antrag auf Abzug der Unterhaltsleistungen als Sonderausgaben gestellt haben und der Abzugsbetrag die normalen Belastungen des Steuerpflichtigen übersteigt.

Nach dem 31. Dezember 1997 gerichtlich festgesetzte Unterhaltsleistungen sind als Sonderausgaben abzugsfähig.

Strafprozesskosten

Die Steuererleichterung wird gewährt, sofern der Steuerpflichtige freigesprochen wird.

Krankheitskosten

Es handelt sich um Krankheitskosten, die nicht von der Krankenkasse, einer medizinisch-chirurgischen Kasse, einer privaten Versicherung usw. erstattet werden.

Kosten aufgrund von Invalidität, Behinderung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit

Kosten, die aufgrund von Invalidität, Behinderung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit entstehen (siehe hierzu Pauschalabzug für Kosten aufgrund von Invalidität und Behinderung auf der Internetseite der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes).

Kosten für besondere Ernährung

Dies betrifft Kosten für eine besondere Ernährung bei einer Krankheit, die eine diätetische Ernährung erfordert. Der Steuerpflichtige kann die tatsächlichen Kosten auf der Grundlage von Nachweisen oder durch den monatlichen Pauschbetrag in Höhe von 28 Euro bei Erkrankung von Leber, Galle oder Nieren geltend machen bzw. 41 Euro bei Tuberkulose, Diabetes oder Multipler Sklerose. Der Steuerpflichtige muss als Nachweis ein ärztliches Attest vorlegen, das jährlich zu erneuern ist.

Beerdigungskosten

Beerdigungskosten sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar, wenn sie nicht von der Sterbekasse, aus dem Vermögen des Verstorbenen usw. beglichen werden.

Tatsächlich angefallene Kosten absetzen oder den pauschalen Freibetrag beantragen

Um außergewöhnliche Belastungen steuerlich absetzen zu können, kann sich der Steuerpflichtige entsprechend der für ihn vorteilhaftesten Situation für eine der folgenden Optionen entscheiden:

  • den pauschalen Freibetrag, der die dem Steuerpflichtigen tatsächlich entstandenen Kosten bis zu einem Höchstbetrag abdeckt und die tatsächlich entstandenen Kosten jedoch nicht überschreiten darf;
    oder
  • die Absetzung der tatsächlichen Kosten in ihrer eigentlichen Höhe unter Zugrundelegung seiner „zumutbaren Belastungen”.

Damit die Ausgaben als abzugsfähige außergewöhnliche Belastungen gelten können, müssen sie die „zumutbaren Belastungen” des Steuerpflichtigen übersteigen. Die „zumutbaren Belastungen” des Steuerpflichtigen entsprechen einem bestimmten Prozentsatz seines zu versteuernden Einkommens, der je nach der familiären und finanziellen Situation unterschiedlich ist.

Der Prozentsatz wird wie folgt festgelegt:

Steuerpflichtiges Einkommen bei Steuerklasse 1

Steuerpflichtiges Einkommen

Steuerklasse 1

unter 10 000 Euro

2 %

von 10.000 bis 20.000 Euro

4 %

von 20.000 bis 30.000 Euro

6 %

von 30.000 bis 40.000 Euro

7 %

von 40.000 bis 50.000 Euro

8 %

von 50.000 bis 60.000 Euro

9 %

über 60.000 Euro

10 %

Steuerpflichtiges Einkommen bei Steuerklasse 1A oder 2

Steuerpflichtiges Einkommen

Anzahl der Steuerermäßigungen für Kinder

0

1

2

3

4

5

unter 10 000 Euro

0 %

0 %

0 %

0 %

0 %

0 %

von 10.000 bis 20.000 Euro

2 %

0 %

0 %

0 %

0 %

0 %

von 20.000 bis 30.000 Euro

4 %

2 %

0 %

0 %

0 %

0 %

von 30.000 bis 40.000 Euro

6 %

4 %

2 %

0 %

0 %

0 %

von 40.000 bis 50.000 Euro

7 %

5 %

3 %

1 %

0 %

0 %

von 50.000 bis 60.000 Euro

8 %

6 %

4 %

2 %

0 %

0 %

über 60.000 Euro

9 %

7 %

5 %

3 %

1 %

0 %

Rechenbeispiel für zumutbare Belastungen
  • Familiäre und finanzielle Situation:

Ein Ehepaar (Steuerklasse 2) mit einem zum Haushalt gehörenden Kind
Steuerpflichtiges Einkommen von 72.000 Euro pro Jahr
Kosten für Kinderbetreuung: 9.000 Euro jährlich (750 Euro monatlich)
Krankheitskosten (nicht erstattet): 2.500 Euro

  • Berechnung der zumutbaren Belastung:

Höhe der Ausgaben: 11.500 Euro
Berechnung der zumutbaren Belastung: 72.000 x 7 % = 5.040 Euro
Freibetrag für außergewöhnliche Belastungen: 11.500 - 5.040 = 6.460 Euro

In obigem Beispiel beträgt die zumutbare Belastung 5.040 Euro. Es werden nur Ausgaben als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt, die über die zumutbare Belastung hinausgehen, und daher abzugsfähig sind, in diesem Fall 6.460 Euro.

Pauschaler Freibetrag

Pauschaler Freibetrag für Kosten des Hauspersonals, Kosten für Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie Kinderbetreuungskosten

Bei den Kosten für Hauspersonal, den Kosten für Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie den Kosten für die Betreuung eines oder mehrerer Kinder hat der Steuerpflichtige die Wahl zwischen:

  • dem Abzug der tatsächlichen Ausgaben unter Berücksichtigung der „zumutbaren Belastung”;
    oder
  • dem Abzug eines pauschalen Freibetrags von höchstens 300 Euro pro Monat oder 3.600 Euro pro Jahr. Der pauschale Freibetrag darf die tatsächlichen Kosten nicht überschreiten.
    Entstehen gleichzeitig Kosten für Hauspersonal, für Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie Kinderbetreuungskosten, kann der Freibetrag nur einmal gewährt werden. Hat der Steuerpflichtige den pauschalen Freibetrag beantragt, kann er keine weiteren Kosten für Hauspersonal, Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie Kinderbetreuungskosten mehr geltend machen.
Pauschaler Freibetrag für Kinder, die nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören

Bei Kosten für den Unterhalt, die Erziehung oder Berufsausbildung von Kindern, die nicht zu seinem Haushalt gehören (z.B. bei Unterhaltsleistungen), kann der Steuerpflichtige nur den pauschalen Freibetrag absetzen. Der Abzug von Ausgaben auf der Grundlage der „zumutbaren Belastung” ist nicht zulässig. Der pauschale Freibetrag darf jedoch die tatsächlichen Kosten nicht übersteigen.

Der Freibetrag ist auf 3.480 Euro pro Jahr und Kind begrenzt, und zwar unter den folgenden Bedingungen:

  • das Kind ist am 1. Januar des Steuerjahres jünger als 21 Jahre und der Steuerpflichtige ist im Wesentlichen für Unterhalt und Erziehung verantwortlich;
  • das Kind ist am 1. Januar des Steuerjahres jünger als 21 Jahre und absolviert eine mehr als einjährige ganztägige Berufsausbildung, wobei der Steuerpflichtige im Wesentlichen die Kosten für Unterhalt und Ausbildung trägt;
  • der Steuerpflichtige trägt mehr als 50 % der Kosten für Unterhalt und Erziehung des Kindes.

Als Kosten für den Unterhalt und die Erziehung von Kindern gelten insbesondere:

  • Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung und Unterkunft;
  • Ausgaben für ärztliche Behandlung;
  • übliche Ausgaben für Freizeit, Geschenke, Taschengeld usw.;
  • Ausgaben für Schule und Ausbildung.

Bestimmte außergewöhnliche Belastungen in der Einkommensteuererklärung absetzen

Einem gebietsansässigen Steuerpflichtigen, der eine Einkommensteuererklärung einreicht, kann auf Antrag ein Freibetrag für außergewöhnlicher Belastungen gewährt werden, der seine steuerpflichtigen Einkünfte mindert.

Im Vordruck 100 der Einkommensteuererklärung muss der Steuerpflichtige auf Seite 15 im Abschnitt „Antrag auf Freibetrag für außergewöhnliche Belastungen” die ihm während des Jahres entstandenen Belastungen detailliert eintragen.

Der Steuerpflichtige, der einen Freibetrag beantragen will, muß das entsprechende Kästchen ankreuzen:

  • Felder 1501–1511: tatsächliche Kosten, sofern sie nicht die „zumutbaren Belastungen” übersteigen, d.h. Anwendung eines Prozentsatzes auf sein steuerpflichtiges Einkommen, der sich aus der finanziellen und familiären Situation ergibt. Der Steuerpflichtige muss die Belastungen genau aufführen;
  • Felder 1512–1515: pauschaler Freibetrag bei Behinderung und Hilfsbedürftigkeit;
  • Felder 1516–1520: pauschaler Freibetrag bei Kosten für Hauspersonal, Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie für Kinderbetreuungskosten;
  • Felder 1521–1545: pauschaler Freibetrag für Kinder, die nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören.

Die Berechnung der zumutbaren Belastung obliegt von Amts wegen der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes).

Es ist ratsam, alle Belege aufzubewahren, damit sie der Steuerverwaltung jederzeit auf Aufforderung vorgelegt werden können.

Bestimmte außergewöhnliche Belastungen durch Beantragung des Lohnsteuerjahresausgleichs absetzen

Ein gebietsansässiger Steuerpflichtiger, der die Voraussetzungen für die Einreichung einer Einkommensteuererklärung nicht erfüllt, kann unter bestimmten Bedingungen über den Lohnsteuerjahresausgleich den Freibetrag für außergewöhnliche Belastungen beantragen.

Der gebietsansässige Steuerpflichtige muss im Vordruck 163 R D folgende Felder ausfüllen:

  • Felder 601-604 für die tatsächlichen Kosten, sofern sie nicht die „zumutbaren Belastungen” übersteigen, d.h. Anwendung eines Prozentsatzes auf sein steuerpflichtiges Einkommen, der sich aus der finanziellen und familiären Situation ergibt. Der Steuerpflichtige muss die Belastungen genau aufführen;
  • Felder 505-508 für den pauschalen Freibetrag bei Behinderung und Hilfsbedürftigkeit;
  • Felder 609-613 für den pauschalen Freibetrag bei Kosten für Hauspersonal, Hilfeleistungen bei Pflegebedürftigkeit sowie für Kinderbetreuungskosten;
  • Felder 614-638 für den pauschalen Freibetrag für Kinder, die nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören.

Der Steuerpflichtige muss Angaben zu den außergewöhnlichen Belastungen machen, die er geltend machen will, und alle erforderlichen Nachweise beifügen.

Diese Unterlagen müssen an das zuständige Steueramt (Bureau d’imposition de la retenue d’impôt sur les traitements et salaires) gesendet werden.

Bestimmte außergewöhnliche Belastungen durch Eintragung in die Lohnsteuerkarte absetzen

Ein gebietsansässiger Steuerpflichtiger kann die Eintragung von Freibeträgen für außergewöhnliche Belastungen in seine Lohnsteuerkarte beantragen. Der Vorteil dieser Eintragung besteht darin, dass die Freibeträge bei der Berechnung des Nettogehalts berücksichtigt werden können, ohne dass der Steuerbescheid nach Einreichung der Steuererklärung abgewartet werden muss.

Der Steuerpflichtige muss den Vordruck 164 R ausfüllen und alle Belege und das Original der Lohnsteuerkarte beifügen. Der Vordruck ist an das zuständige Steueramt (Bureau d'imposition RTS) zu senden.

Die Eintragung des Freibetrages für außergewöhnliche Belastungen in die Lohnsteuerkarte gilt nur für das Jahr, für das der Freibetrag beantragt wird. Der Antrag muss jedes Jahr neu gestellt werden, damit überprüft werden kann, ob die Voraussetzungen noch gegeben sind.

Zuständige Kontaktstellen