Als Nicht-Gebietsansässiger eine Lohnsteuerkarte beantragen oder ändern lassen

Letzte Änderung dieser Seite am 03-02-2015

Eine Lohnsteuerkarte, gemeinhin als „Steuerkarte“ bezeichnet, gibt Auskunft über die Steuerklasse des Arbeitnehmers oder des Renten-/Pensionsempfängers (bei der Hauptlohnsteuerkarte) oder einen Steuersatz (bei der zusätzlichen Lohnsteuerkarte); sie ist ein unerlässliches Dokument für den Arbeitgeber oder die Renten-/Pensionskasse, damit der Quellensteuerabzug auf Gehälter oder Renten/Pensionen erfolgen kann.

Sie wird zu Beginn des Steuerjahres vom Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige (Bureau RTS Non-résidents) der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes - ACD) für nicht-gebietsansässige Arbeitnehmer oder Rentner ausgestellt.

Die Lohnsteuerkarte wird dem Empfänger direkt per Briefpost zugeschickt. Sie kann nicht beim ausstellenden Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige abgeholt werden.

Eine im Jahresverlauf eintretende Änderung der Anschrift oder des Personenstands muss der Arbeitnehmer bzw. der Renten-/Pensionsempfänger über das Formular 164 NR direkt an das Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige melden.

Formulare / Online-Dienste

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    • Antrag auf Ausstellung, Berichtigung, Eintragung einer Ermäßigung oder Ausstellung eines Duplikates einer Steuerkarte für nicht ansässige Steuerpflichtige (Vordruck 164 NR D) für das Jahr 2016

Zielgruppe

Arbeitnehmer, die im Großherzogtum Luxemburg einer Beschäftigung nachgehen, sowie Renten-/Pensionsempfänger (in Luxemburg steuerpflichtig) müssen im Besitz einer Lohnsteuerkarte sein.

Die Vergütungen für nichtselbstständige Arbeit und die von den luxemburgischen gesetzlichen Renten-/Pensionskassen gezahlten Renten/Pensionen unterliegen der Einkommensteuer im Wege des Steuerabzugs.

Der Arbeitgeber bzw. die Renten-/Pensionskasse nimmt den Steuerabzug gemäß dem Steuertarif vor, der auf der Hauptlohnsteuerkarte eingetragen ist, bzw. gegebenenfalls zu dem Satz, der auf der zusätzlichen Lohnsteuerkarten eingetragen ist.

Der Steuerabzug auf Löhne/Gehälter oder Renten/Pensionen wird unter Berücksichtigung der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Ermäßigungen vorgenommen: 

  • vom Arbeitgeber für Rechnung des Arbeitnehmers;
  • von der luxemburgischen gesetzlichen Renten- und Pensionskasse für Rechnung des Renten-/Pensionsempfängers.

Vorgehensweise und Details

Ausstellung der Lohnsteuerkarten

Alle Lohnsteuerkarten für steuerpflichtige Arbeitnehmer und Renten-/Pensionsempfänger werden von Amts wegen von der Steuerverwaltung ausgestellt, wobei dies ohne Zutun und Antrag seitens des Steuerpflichtigen jeweils innerhalb von durchschnittlich 30 Werktagen erfolgt, nachdem der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer beim Sozialversicherungszentrum (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS) angemeldet hat.

Die Lohnsteuerkarte wird dem Empfänger direkt per Briefpost zugeschickt. Sie kann nicht beim ausstellenden Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige abgeholt werden.

Die Lohnsteuerkarte wird auch in folgenden Fällen ohne Zutun und Antrag seitens des Steuerpflichtigen innerhalb von durchschnittlich 30 Werktagen von der ACD automatisch aktualisiert:

  • bei einem Wechsel des Arbeitgebers;
  • bei jeder Änderung der Firmierung oder der Anschrift eines Arbeitgebers;
  • bei jeder Abmeldung eines Arbeitnehmers durch seinen Arbeitgeber beim Sozialversicherungszentrum (Centre commun de la sécurité sociale - CCSS);
  • bei jedem Eintritt in den Ruhestand gemäß der luxemburgischen Sozialgesetzgebung;
  • bei jeder bei der Nationalen Kasse für Familienleistungen (Caisse Nationale des Prestations Familiales - CNPF) vorgenommenen Änderung der Haushaltszusammensetzung des Steuerpflichtigen.

Die Lebenspartnerschaft hat keine Auswirkungen auf die Lohnsteuerkarte.

Aktualisierungen der Anschrift oder des Personenstands (Heirat, Scheidung, Trennung) nicht-gebietsansässiger Steuerpflichtiger sind beim Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige über das Formular 164 NR zu beantragen.

Überprüfung und Übermittlung der Lohnsteuerkarten

Der steuerpflichtige Arbeitnehmer bzw. Renten-/Pensionsempfänger muss die Steuerkarte beim Erhalt überprüfen.

Arbeitnehmer müssen dem Arbeitgeber bzw. der für die Bewilligung des Arbeitslosengelds oder der Wiedereingliederungshilfe zuständigen Stelle das Original ihrer Steuerkarte aushändigen.

Renten-/Pensionsempfänger erhalten in der Regel nur eine Kopie zu Informationszwecken. Das Original geht direkt an die jeweilige Renten-/Pensionskasse. Die Lohnsteuerkarte wird auf Basis der Daten der letzten für den Arbeitnehmer erstellten Karte ausgestellt.

Sollten die Eintragungen auf der Steuerkarte nicht der tatsächlichen derzeitigen Situation des Arbeitnehmers bzw. Renten-/Pensionsempfängers entsprechen, müssen die entsprechenden Berichtigungen bei der Steuerverwaltung (Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige) unter Verwendung von Vordruck 164 NR beantragt werden.

Die Steuerverwaltung kann im Rahmen der Überprüfung von Informationen, Aussagen, Anträgen, Erklärungen, Beschwerden oder Widersprüchen jederzeit zusätzliche Nachweise anfordern.

Die verschiedenen Lohnsteuerkarten

Steuerpflichtige, die gleichzeitig mehrere Löhne/Gehälter oder Renten/Pensionen beziehen, sowie verheiratete zusammen veranlagte Steuerpflichtige, die beide in Luxemburg steuerpflichtige Löhne/Gehälter bzw. Renten/Pensionen beziehen, erhalten mehrere Steuerkarten. Ebenso muss ein Arbeitnehmer, der mehrere Arbeitgeber hat, bei jedem von ihnen eine Lohnsteuerkarte abgeben.

Die Besteuerung der regelmäßigsten und höchsten Vergütung (Hauptvergütung) erfolgt auf Basis der Hauptlohnsteuerkarte (1. Lohnsteuerkarte) gemäß der Steuertabelle für Löhne/Gehälter oder Renten/Pensionen.

Die Besteuerung der übrigen Vergütungen erfolgt auf Basis zusätzlicher Steuerkarten (2., 3. Steuerkarte usw.) gemäß einem festen Satz:

  • Steuerklasse 1: 33%
  • Steuerklasse 1A: 21%
  • Steuerklasse 2: 15%

Falls die Hauptlohnsteuerkarte nicht für denjenigen erstellt wird, der die regelmäßigste und höchste Vergütung bezieht, können die Steuerpflichtigen über den Vordruck 164 NR beim Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige beantragen, dass die Hauptlohnsteuerkarte in eine zusätzliche Lohnsteuerkarte umgewandelt wird. Hierzu müssen sie die erforderlichen Belege (z.B. Kopien der Lohn-/Gehaltsabrechnungen beider Ehepartner der letzten Monats) vorlegen, um die Höhe ihres Einkommens nachzuweisen, und sämtliche zuvor erstellten Lohnsteuerkarten beifügen (nur für 2015 ausgestellte Steuerkarten). Steuerpflichtige müssen durch den Vermerk „Bitte Hauptlohnsteuerkarte ändern“ angeben, dass sie die Hauptlohnsteuerkarte in eine zusätzliche Lohnsteuerkarte umwandeln wollen. Die Umwandlung der Hauptlohnsteuerkarte und der zusätzlichen Steuerkarte wirkt sich nicht auf die am Jahresende geschuldete Steuer aus, sondern nur auf die Summe der an der Quelle einbehaltenen Steuer.

Eintragung der Steuerermäßigungen (steuerliche Abzüge) auf der Lohnsteuerkarte

Auf Antrag können Arbeitnehmer bzw. Renten-/Pensionsempfänger die Eintragung bestimmter Lohnsteuerermäßigungen (steuerliche Abzüge) auf ihrer Lohnsteuerkarte beantragen (Vordruck 164 NR), damit der Arbeitgeber bzw. die zuständige Renten-/Pensionskasse diese bei der Berechnung des Nettoeinkommens berücksichtigen können.

Nicht-Gebietsansässige können beispielsweise folgende Eintragungen vornehmen lassen:

  • die zusätzlichen beruflichen Aufwendungen (Werbungskosten - FO);
  • die außerordentliche Belastung (CE) durch nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörende Kinder;
  • den Pauschbetrag für Fahrtkosten (FD);
  • Bei einer Absetzung des erhöhten Pauschbetrags bei verminderter Erwerbsfähigkeit und Behinderung ist eine Kopie des ärztlichen Attests, in welchem der Grad der Erwerbsminderung angegeben ist, beizufügen.

Andere außergewöhnliche Belastungen (Krankheit, bedürftige Eltern, Körperbehinderung, Kosten für Hauspersonal, Kinderbetreuungskosten usw.) können nicht berücksichtigt werden, außer der Nicht-Gebietsansässige entscheidet sich für eine steuerliche Behandlung wie Gebietsansässige.

Nicht-gebietsansässige Steuerpflichtige können weitere Kosten geltend machen, wenn sie sich für eine steuerliche Behandlung wie Gebietsansässige entscheiden und eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Die Eintragung einer Steuerermäßigung in die Lohnsteuerkarte gilt nur für das Steuerjahr, für das Letztere beantragt wurde. Die Anträge müssen jedes Jahr erneuert werden, damit geprüft werden kann, ob die entsprechenden Bedingungen immer noch gegeben sind.

Die Summe der erhobenen Quellensteuern kann zu hoch oder zu niedrig sein. Der Differenzbetrag kann zurückerstattet oder im Folgejahr rückwirkend erhoben werden – entweder durch eine Besteuerung durch Veranlagung (Vordruck 100) oder durch einen Lohnsteuerjahresausgleich (Vordruck 163).

Es wird darauf hingewiesen, dass jedem Arbeitnehmer ein jährlicher Pauschbetrag für Werbungskosten in Höhe von 540 Euro (300 Euro für Renten-/Pensionsempfänger) sowie ein Freibetrag von 480 Euro für Sonderausgaben (sofern er während des ganzen Jahres steuerpflichtig war) zusteht. Renten-/Pensionsempfänger können ebenfalls Sonderausgaben absetzen.

Beizufügende Belege

Wer einen ermäßigten Steuersatz beantragt, muss Kopien der Lohn- und Gehaltsnachweise des letzten Monats beilegen mit dem Vermerk „Bitte den niedrigsten Steuersatz neu ermitteln“.

Getrennt oder in Scheidung lebende Ehepaare müssen eine Kopie der gerichtlichen Genehmigung der getrennten Wohnsitze beilegen, d.h. des „Protokolls des ersten Erscheinungstermins“ oder einer „einstweiligen Verfügung des Eilrichters“.

Ehepartner von Beamten, die unter das EU-Protokoll oder das NATO-Statut fallen, müssen eine Kopie einer Bescheinigung der für den Beamten zuständigen Personalabteilung über das Statut und den Wohnsitzstaat des Partners beilegen.

Anträgen auf die Eintragung von Steuerermäßigungen sind entsprechende Belege beizufügen (Rechnungen, Abrechnungen, Auszüge, Verträge).

Die Steuerverwaltung kann im Rahmen der Überprüfung von Informationen, Aussagen, Anträgen, Erklärungen, Beschwerden oder Widersprüchen jederzeit zusätzliche Nachweise anfordern.

Änderung der Lohnsteuerkarte

Wenn es im Jahresverlauf zu einem Wohnsitzwechsel oder einer Änderung des Personenstands (Heirat, Scheidung/Trennung usw.) kommt, muss der Inhaber der Lohnsteuerkarte beim Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige über das Formular 164 NR die Änderung der Karte beantragen.

Die Lebenspartnerschaft hat keine Auswirkungen auf die Lohnsteuerkarte.

Sonderfälle

Einstellung der Tätigkeit in Luxemburg

Wenn ein nicht-gebietsansässiger Arbeitnehmer nicht mehr in Luxemburg arbeitet und zu Beginn des Jahres trotzdem eine Lohnsteuerkarte erhält, muss er diese seinem ehemaligen Arbeitgeber zusenden, damit dieser ihn abmeldet.

Geburt eines Kindes

Bei den direkten Steuern gibt es 3 Steuerklassen: 1, 1A und 2.

Unter folgenden Voraussetzungen haben Steuerpflichtige Anspruch auf Steuerklasse 1A (wenn sie nicht der Steuerklasse 2 angehören): In ihrem Haushalt lebt ein Kind, für das Anspruch auf eine Steuerermäßigung in Form eines von der Nationalen Kasse für Familienleistungen (Caisse nationale des prestations familiales) gezahlten Kinderbonus besteht, in Form einer vom CEDIES bewilligten Studienbeihilfe für ein Hochschulstudium, in Form einer Beihilfe für Freiwillige des Nationalen Jugendwerks (Service national de la jeunesse) oder eines Steuernachlasses.

Da die Zahl der zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehörigen Kinder nicht auf der Steuerkarte der Arbeitnehmer und Rentner/Pensionäre eingetragen wird, muss die Steuerkarte bei der Geburt eines 2. Kindes nicht geändert werden.

Anstelle der Eintragung kann der Steuerpflichtige auch rückwirkend einen Ausgleich über Vordruck 163 (Lohnsteuerjahresausgleich) oder Vordruck 100 (Steuerveranlagung) beantragen.

Ein lediger Arbeitnehmer mit einem im Laufe des Jahres geborenen Kind, das zu seinem Haushalt gehört

Die zu Beginn des Jahres ausgestellte Lohnsteuerkarte wird von der Steuerverwaltung automatisch geändert, sobald der Elternteil der CNPF die Geburt des Kindes mitgeteilt hat. Der Elternteil, an den die CNPF den Bonus gezahlt hat, kann die Steuerklasse 1A und, unter bestimmten Voraussetzungen, die Steuergutschrift für Alleinerziehende (Vordruck 164 NR) beanspruchen.

Anstelle der Eintragung kann der Steuerpflichtige auch rückwirkend einen Ausgleich über Vordruck 163 (Lohnsteuerjahresausgleich) oder Vordruck 100 (Steuerveranlagung) beantragen.

Ein lediger Arbeitnehmer mit einem im Laufe des Jahres geborenen Kind, das nicht zu seinem Haushalt gehört

Ein nicht-gebietsansässiger Steuerpflichtiger, der hauptsächlich die Kosten für den Unterhalt und die Erziehung eines Kindes trägt, das nicht in seinem Haushalt lebt, kann die Eintragung von Freibeträgen für außergewöhnliche Belastungen auf seiner Steuerkarte beantragen.

Die Eintragung des Freibetrages für außergewöhnliche Belastungen in die Lohnsteuerkarte gilt nur für das Jahr, für das der Freibetrag beantragt wird. Der Antrag muss jedes Jahr neu gestellt werden, damit überprüft werden kann, ob die Voraussetzungen noch gegeben sind.

Anstelle der Eintragung kann der Steuerpflichtige auch rückwirkend einen Ausgleich über Vordruck 163 (Lohnsteuerjahresausgleich) oder Vordruck 100 (Steuerveranlagung) beantragen.

Ein Ehepaar, bei dem ein Ehepartner als in Luxemburg und ein Ehepartner als in einem anderen Land steuerlich ansässig gilt (die Ehegatten leben nicht getrennt)

In diesem Fall kann der gebietsansässige Steuerpflichtige durch einen gemeinsamen Antrag mit dem Ehegatten seine Steuerkarte ändern lassen (Vordruck 164R), um in die Steuerklasse 2 zu kommen. Voraussetzung ist, dass 90 % der beruflichen Einkünfte des Haushalts im relevanten Jahr in Luxemburg erzielt werden und dass die Ehegatten in Luxemburg eine gemeinsame Einkommensteuererklärung einreichen.

Bei der Ermittlung des prozentualen Anteils werden Einkünfte von Ehegatten, die Beamten sind und unter das EU-Protokoll oder das NATO-Statut fallen, nicht berücksichtigt, um die Einkommensteuer in Luxemburg festzulegen.

Ein Beamter, der unter das EU-Protokoll oder NATO-Statut fällt, wird wie ein Steuerpflichtiger des Landes behandelt, in dem er bei seinem Dienstantritt (Ernennung) ansässig war.

Arbeitnehmer mit Wohnung in Luxemburg und im Ausland

Hierbei handelt es sich z. B. um einen in Belgien ansässigen Arbeitnehmer, der während der Woche über eine Wohnung (Zweitwohnung) in Luxemburg verfügt und die Wochenenden bzw. seinen Urlaub bei seiner Familie in Belgien verbringt.

Unabhängig von ihrer Adresse gilt eine natürliche Person in der Regel als nicht-gebietsansässiger Steuerpflichtiger, wenn sie ihren Lebensmittelpunkt im Ausland, also außerhalb Luxemburgs, hat.

Der Steuerpflichtige erhält eine Lohnsteuerkarte als gebietsansässiger Lohnempfänger (Anschrift in Luxemburg). Er muss dann beim Steueramt RTS für Nicht-Gebietsansässige eine Steuerkarte für Nicht-Gebietsansässige beantragen.

Ein Steuerpflichtiger, der nach Luxemburg entsandt wird und den Sozialversicherungsbestimmungen seines Herkunftslandes unterliegt

Ein nach Luxemburg entsandter Arbeitnehmer bleibt grundsätzlich Gebietsansässiger seines Herkunftslands.

Ein nach Luxemburg entsandter Arbeitnehmer muss sich an das Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige wenden, um eine Lohnsteuerkarte zu erhalten. Wenn dieser Arbeitnehmer jedoch seinen Lebensmittelpunkt in Luxemburg hat, gilt er steuerlich als steuerlich Gebietsansässiger.

Wenn umgekehrt der Lebensmittelpunkt eines aus Luxemburg ins Ausland entsandten Arbeitnehmers im Land des Arbeitsortes liegt, wird er steuerlich als Gebietsansässiger dieses Landes behandelt.

Nicht-gebietsansässige Arbeitnehmer, die im Laufe des Jahres heiraten

Nicht-gebietsansässige Arbeitnehmer, die im Laufe des Jahres heiraten, werden in Steuerklasse 1A besteuert. Sind jedoch mehr als 50 % (Grenzwert) der beruflichen Einkünfte seines Haushalts in Luxemburg steuerpflichtig, wird er in Steuerklasse 2 besteuert. Erzielen er und sein Ehepartner jeder einheimische berufliche Einkünfte, bringt die Bewilligung von Steuerklasse 2 eine gemeinsame Veranlagung mit sich.

Anstelle der Eintragung auf der Steuerkarte kann der Steuerpflichtige auch rückwirkend einen Ausgleich über den Lohnsteuerjahresausgleich beantragen.

Diese Änderung der Steuerklasse auf der Lohnsteuerkarte wird ab dem Heiratsdatum wirksam.

Der Steuerpflichtige muss bei der Steuerverwaltung über das Formular 164 NR eine neue Steuerkarte beantragen.

Der Steuerabzug kann nach Aushändigung der Steuerkarte an den Arbeitgeber ab dem Heiratsdatum berichtigt werden. Durch einen Lohnsteuerjahresausgleich (Vordruck 163) oder im Wege der Veranlagung (Vordruck 100) kann der Abzug auch für das gesamte Jahr, d. h. vom 01.01. bis zum 31.12., berichtigt werden.

Achtung: Da die Steuerabzüge oft relativ gering sind, wird verheirateten Paaren geraten, sich quartalsweise zu zahlende Steuervorauszahlungen festsetzen zu lassen.

Eine eingetragene Lebenspartnerschaft hat keine Auswirkungen auf die Lohnsteuerkarte.

Nicht-gebietsansässige Arbeitnehmer, die als Selbstständige bei der luxemburgischen Sozialversicherung gemeldet sind

Hierbei handelt es sich um Unternehmensleiter (geschäftsführende Verwaltungsmitglieder, Geschäftsführer, auf deren Namen die Niederlassungsgenehmigung lautet, oder geschäftsführende Gesellschafter), die als Selbstständige oder Freiberufler (freiwillig versichert) Mitglied der luxemburgischen Sozialversicherung sind, jedoch steuerlich als Arbeitnehmer gelten.

Ein Duplikat der Lohnsteuerkarte beantragen

Nicht-gebietsansässige Arbeitnehmer oder Renten-/Pensionsempfänger, die ihre Lohnsteuerkarte verloren haben, müssen beim Steueramt RTS Nicht-Gebietsansässige die Ausstellung eines Duplikats beantragen - am besten über das entsprechende Formular. Dieser Antrag kann jedoch auch per E-Mail oder als formloses Schreiben gestellt werden, wobei Namen, Vornamen und Anschrift, nationale Identifikationsnummer, Arbeitsort und Arbeitgeber anzugeben sind.

Hinweis: Die Lohnsteuerkarte darf nicht mit dem Lohn- bzw. Gehaltsnachweis, dem Renten-/Pensionsnachweis oder dem Einkommensnachweis verwechselt werden.

Der Arbeitgeber erstellt den Lohn- bzw. Gehaltsnachweis und kann eine Kopie ausstellen. Ein Einkommensnachweis kann online auf der Internetseite des CCSS angefordert werden.

Der Renten-/Pensionsnachweis wird von der Stelle erstellt, die die Pension oder Zusatzrente schuldet (staatliche Renten-/Pensionskasse, ehemaliger Arbeitgeber, private Versicherung); sie kann auch eine Kopie ausstellen. Bei Bedarf, beispielsweise bei Verlust der Bescheinigung oder Tod des Rentenempfängers im Laufe des Jahres, kann eine neue von der Nationalen Rentenversicherungskasse (Caisse nationale d'assurance pension - CNAP) ausgestellte Bescheinigung online beantragt werden. Für die vom ehemaligen Arbeitgeber oder einer privaten Versicherung ausgestellten Bescheinigungen, muss man sich direkt an diese wenden.

Fehlende Lohnsteuerkarte

Wurde dem Arbeitgeber oder der Renten- und Pensionskasse keine Lohnsteuerkarte ausgehändigt, erfolgt der Steuerabzug auf dem Lohn/Gehalt oder der Rente/Pension gemäß Steuerklasse 1, ohne dass die Steuer jedoch weniger als 33 % beträgt.

Dieser Einbehalt kann nach Abgabe der Lohnsteuerkarte beim Arbeitgeber oder über den Lohnsteuerjahresausgleich berichtigt werden.

Zuständige Kontaktstellen

45, boulevard Roosevelt
L-2982 - Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel (+352) 40800-1
Fax (+352) 40800-2022