Eine Studienbeihilfe für ein Hochschulstudium beantragen

Letzte Änderung dieser Seite am 14-04-2016

Durch Stipendien und Darlehen können Studierende unabhängig von der Finanzlage oder Finanzierungsbereitschaft der Eltern ein Hochschulstudium absolvieren, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Der Höchstbetrag der Studienbeihilfe beträgt 18.700 Euro pro Studienjahr, unabhängig vom Alter des Studierenden. Ein Online-Rechentool hilft bei der Ermittlung des je nach Profil des Antragstellers bewilligten Betrags.

Die Studienbeihilfe wird in 2 Teilbeträgen (1 Teilbetrag pro Semester) pro Studienjahr ausgezahlt. Das Studienjahr beginnt am 1. August und endet am 31. Juli des darauffolgenden Jahres.

Formulare / Online-Dienste

Erledigen Sie Ihren Vorgang:

Zielgruppe

Um die Studienbeihilfe des Staates zu beantragen, muss der Antragsteller als Voll- oder Teilzeitstudierender für einen offiziell anerkannten Hochschulstudiengang immatrikuliert sein. Der Studiengang muss mit einem akademischen Grad, Diplom, Zeugnis oder sonstigen Titel zur Bescheinigung des erfolgreichen Abschlusses abgeschlossen werden.

Unterstützt werden können auch Schüler des allgemeinen oder des technischen Sekundarunterrichts, die vom für die Berufsausbildung zuständigen Minister die Genehmigung erhalten haben, ihre schulische Ausbildung im Ausland fortzusetzen.

Voraussetzungen

Von in Luxemburg ansässigen Antragstellern zu erfüllende Bedingungen:

  • sie müssen die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen oder Familienangehöriger eines luxemburgischen Staatsangehörigen sein oder
  • sie müssen EU-Bürger oder Bürger eines der anderen Mitgliedstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz sein und:
    • sich als Arbeitnehmer oder Familienangehöriger eines Arbeitnehmers (einschließlich Selbstständige und Rentner) in Luxemburg aufhalten,
    • oder ein Daueraufenthaltsrecht besitzen oder
  • sie müssen den Status eines politischen Flüchtlings in Luxemburg haben oder
  • sie müssen Drittstaatsangehöriger oder staatenlos sein und:
    • seit mindestens 5 Jahren in Luxemburg leben (oder den Status eines langfristig Aufenthaltsberechtigten erworben haben) und
    • im Besitz eines dem luxemburgischen Zeugnis gleichwertigen Abschlusszeugnisses des Sekundarunterrichts sein.

Von nicht gebietsansässigen Antragstellern zu erfüllende Bedingungen:

  • sie müssen Arbeitnehmer (einschließlich Selbstständige) sein, die luxemburgische Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines der anderen Mitgliedstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzen und zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt sein oder ihre Tätigkeit dort ausüben oder
  • sie müssen Begünstigter einer Waisenrente in Luxemburg sein, die luxemburgische Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines der anderen Mitgliedstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzen oder
  • sie müssen das Kind eines Arbeitnehmers sein, der die luxemburgische Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines der anderen Mitgliedstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzt und zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt ist oder seine Tätigkeit dort ausübt, vorausgesetzt dieser Arbeitnehmer trägt weiterhin zum Unterhalt des Studierenden bei und war zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe mindestens 5 von 7 Jahren vor der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt oder tätig.
Die Zeiträume, in denen jemand eine Pension, eine Rente oder Arbeitslosengeld des Staates bezogen hat, werden in die Berechnung der erforderlichen Mindestdauer von 5 Jahren einbezogen.


Im Vorfeld zu erledigende Schritte

Für nicht gebietsansässige Studierende ist die Beihilfe eine Ersatzbeihilfe. Bevor sie ihren Antrag stellen, müssen diese Studierenden alle erforderlichen Schritte in ihrem Wohnsitzland unternommen haben, um dort eine Studienbeihilfe zu bekommen.

Achtung: Die Studierenden müssen sich an die Fristen für die Einreichung ihres Antrags in ihrem Wohnsitzland halten.

Die offizielle (positive oder negative) Antwort für das laufende Studienjahr muss dem Antrag auf finanzielle Beihilfe im Großherzogtum beigefügt werden. Ohne diese Antwort des Wohnsitzlandes kann die finanzielle Beihilfe nicht bewilligt werden.

Fristen

Sämtliche Fristen sind unbedingt einzuhalten.

Alle Anträge, die nach Fristablauf eingehen, werden abgelehnt.
  • Studierende, die ihr Studium im Wintersemester aufnehmen, müssen den vollständigen Antrag, das Formular und die Belege bis zum 30. November einsenden.
  • Studierende, die ihr Studium im Sommersemester aufnehmen, müssen den vollständigen Antrag, das Formular und die Belege bis spätestens 30. April einsenden.
  • Studierende, die im Wintersemester den 1. Teilbetrag der Beihilfe erhalten haben und den 2. Teilbetrag für das Sommersemester beantragen möchten, können ab dem 1. Januar das Formular „2. Teilbetrag der Beihilfe“ herunterladen. Es muss bis zum 30. April eingereicht werden.

Vorgehensweise und Details

Höhe und Zusammensetzung der Studienbeihilfe

Die den Studierenden zur Verfügung stehenden Beträge setzen sich aus einzelnen kumulierbaren Stipendien und einem zinsreduzierten Darlehen zusammen. Die Studienbeihilfe wird jeweils für ein Studienjahr bewilligt und in 2 Teilzahlungen (eine im Wintersemester und eine im Sommersemester) ausgezahlt. Lediglich das Familienstipendium wird in einem Mal im Sommersemester ausgezahlt.

Die einzelnen Stipendien

Es gibt folgende Arten von Stipendien:

  • Basisstipendium: wird allen zulässigen Studierenden gewährt. Der Betrag ist auf 2.000 Euro pro Studienjahr festgesetzt;
  • Mobilitätsstipendium: wird Studierenden gewährt, die für ein Hochschulstudium außerhalb der Grenzen des Wohnsitzlandes des Haushalts, zu dem sie gehören, immatrikuliert sind, und die den Nachweis dafür erbringen, dass sie Mietkosten für eine Unterkunft zu tragen haben. Der Betrag ist auf 2.000 Euro pro Studienjahr festgesetzt;
  • Sozialstipendium: wird Studierenden gewährt, bei denen das gesamte steuerpflichtige Einkommen des Haushalts höchstens das 4,5-Fache des Bruttobetrags des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt. Die pro Studienjahr bewilligten Beträge dieses Stipendiums sind wie folgt gestaffelt:
    • Einkommen geringer als der soziale Mindestlohn: 3.000 Euro;
    • Einkommen zwischen dem sozialen Mindestlohn und dem 1,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 2.600 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 1,5-Fachen und dem 2-Fachen des sozialen Mindestlohns: 2.200 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 2-Fachen und dem 2,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.800 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 2,5-Fachen und dem 3-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.400 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 3-Fachen und dem 3,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.000 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 3,5-Fachen und dem 4,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 500 Euro;

    Die gesamte Beihilfe kann in Form eines Darlehens beantragt werden. In diesem Fall muss der Studierende keine Einkommensbelege des Haushalts beifügen.

  • Familienstipendium: wird gewährt, wenn gleichzeitig ein oder mehrere Kinder des Haushalts bereits eine finanzielle Beihilfe beziehen. Der Betrag ist auf 500 Euro pro Studienjahr und pro Studierender festgesetzt. Es sei angemerkt, dass für Studierende die den 2. Teilbetrag nicht beantragen, ein spezifisches Antragsformular für den Familienstipendium verfügbar ist.

Eine Erhöhung um 1.000 Euro kann Studierenden bewilligt werden, die sich in einer schwierigen und außergewöhnlichen Lage befinden und mit außerordentlichen Ausgaben konfrontiert sind. Diese Erhöhung wird vom zuständigen Minister auf begründete Stellungnahme in Höhe von 50 % auf das Basisstipendium und 50 % auf das Darlehen bewilligt.

Die einzelnen Stipendien sind kumulierbar.

Zudem steht ein Online-Rechentool zur Verfügung.

Studierende mit eigenem Einkommen

Einkünfte aus Studentenjobs von bis zu 10 Stunden/Woche und aus Ferienjobs werden bei der Berechnung des Sozialstipendiums nicht berücksichtigt.

Alle anderen dem Studierenden während des laufenden Studienjahres zur Verfügung stehenden Einkünfte werden dem Gesamteinkommen des Haushalts hinzugerechnet und können einen Einfluss auf den zu bewilligenden Betrag des Sozialstipendiums haben.

Studierende, die ein eigenes Gesamteinkommen haben, das über dem sozialen Mindestlohn für nicht qualifizierte Arbeitnehmer liegt, können die Studienbeihilfe nur in Darlehensform beziehen.

Studierende, deren eigenes Gesamteinkommen mehr als das 3,5-Fache des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt, haben keinen Anspruch auf Studienbeihilfe.

Studierendendarlehen

Der Betrag des vom Staat besicherten zinsreduzierten Darlehens setzt sich aus einem Basisdarlehen von 6.500 Euro pro Studienjahr zusammen. Das Basisdarlehen eines Studierenden, der nicht das gesamte Sozialstipendium bezieht, kann um einen Betrag von bis zu 3.000 Euro abzüglich des Betrags des bewilligten Sozialstipendiums erhöht werden.

Die Schuldzinsen sind zum 30. Juni und zum 31. Dezember eines jeden Jahres zahlbar. In der Regel muss der Studierende 2 Jahre nach Abschluss seines Studiums mit der Rückzahlung des Darlehens beginnen und es nach 10 Jahren ganz zurückgezahlt haben.

Das Darlehen muss bei einem der Kreditinstitute abgeschlossen werden, die ein Abkommen bezüglich der Subventionierung der Studierendendarlehen unterzeichnet haben.

Der Staat bürgt für die Hauptsumme und die vom Studierenden geschuldeten Zinsen und Nebenkosten. Die Eintreibung der geschuldeten Beträge wird gemäß dem in Sachen Eintreibung von Eintragungsgebühren vorgesehenen Verfahren von der Eintragungs- und Domänenverwaltung (Administration de l’enregistrement et des domaines) übernommen.

Der Studierende ist nicht verpflichtet, das Darlehen abzuschließen. Er kann auch nur das Stipendium beziehen, ohne auf das Darlehen zurückgreifen zu müssen.

Im Falle von Rückzahlungsschwierigkeiten, kann der Studierende anhand des entsprechenden Formulars unter Angabe einer Erklärung seiner Lage und unter Beifügung der erforderlichen Dokumente eine Rückzahlungsfrist oder eine Aussetzung beantragen.

Immatrikulationsgebühren

Der Grundbetrag der Beihilfe wird um jenen Teil der Immatrikulationsgebühren erhöht, der den Pauschalbetrag von 100 Euro übersteigt. Maximal können 3.700 Euro erstattet werden:

  • 50 % in Form eines Stipendiums und
  • 50 % in Form eines Darlehens.

Bei den Immatrikulationsgebühren hat das Einkommen des Antragsstellers keinen Einfluss auf die Aufteilung zwischen Stipendium und Darlehen.

Beispiele:

  • Die Immatrikulationsgebühren betragen 800 Euro – in diesem Fall erhöht sich die Beihilfe um 700 Euro, wovon 350 Euro als Stipendium und 350 Euro als Darlehen gewährt werden.
  • Die Immatrikulationsgebühren betragen 9.000 Euro – in diesem Fall erhöht sich die Beihilfe um 3.700 Euro, wovon 1.850 Euro als Stipendium und 1.850 Euro als Darlehen gewährt werden.

Zahlung der Beihilfe und Dauer der Bewilligung

Die Stipendien werden in 2 Teilbeträgen pro laufendes Studienjahr ausgezahlt. Das Familienstipendium wird in einem Mal ausgezahlt.

Die Zahlung der Beihilfe ist an die Vorlage von Bescheinigungen oder sonstigen amtlichen Belegen gebunden, welche bescheinigen, dass die Bedingungen für den Erhalt der Beihilfe erfüllt sind, wie z. B. Immatrikulationsbescheinigungen und gegebenenfalls Abschlussbescheinigungen von vorherigen Studiengängen.

Die Stipendien und Darlehen können für die offizielle Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs plus ein weiteres Studienjahr gewährt werden. In der Praxis bedeutet das, dass ein Studierender ein Jahr wiederholen kann (sog. Bonusjahr) und trotzdem weiterhin Anspruch auf die Beihilfe hat. Falls die Wiederholung während des Bachelorstudiengangs (Grundstudium/1er cycle) erfolgt, hat er im Falle einer Wiederholung während des Masterstudiengangs (Hauptstudium/2e cycle) keinen Anspruch mehr auf die Beihilfe.

Beispiele:

  • Die Regelstudienzeit eines Bachelorstudiengangs beträgt 3 Jahre. Demnach wird die Studienbeihilfe maximal 4 Jahre gewährt. Das Bonusjahr wird bewilligt, wenn der Studierende nach dem 1. Jahr den Studiengang wechselt oder das 1. Jahr wiederholen muss;
  • Die Regelstudienzeit für einen Master beträgt 2 Jahre. Das heißt die Studienbeihilfe kann maximal 3 Jahre gewährt werden, vorausgesetzt der Studierende hat seinen Bachelorstudiengang ohne Wiederholung bestanden (sog. Bonusjahr).

Ein Studierender, der seinen Bachelor- oder Masterstudiengang bestanden hat, kann die Beihilfe weiterhin beziehen, um einen neuen Bachelor- oder Masterstudiengang in einem anderen Fach zu belegen. Diese Beihilfe wird ihm nur einmal gewährt.

Im Falle einer Promotion (doctorat/PhD) kann der Studierende die Beihilfe während bis zu 4 Jahren beziehen.

Studierende, die für einen einstufigen Studiengang immatrikuliert sind, können die Stipendien und Darlehen für eine Anzahl von Jahren beziehen, die die jeweilige Regelstudienzeit um eine Einheit übersteigt.

Möchte ein Studierender seinen nicht abgeschlossenen Studiengang abschließen, kann er für höchstens ein zusätzliches Jahr die gesamte Beihilfe in Form eines Darlehens beziehen

Hierzu muss er:

  • im letzten Jahr des Zyklus immatrikuliert sein, den er abschließen will;
  • seinem Formular einen formlosen schriftlichen Antrag auf lediglich eine Verlängerung des Darlehens („prolongation prêt uniquement“) beifügen.

Die Beihilfe kann verweigert werden, wenn der Studierende keinen Fortschritt in seinem Studium nachweisen kann. Die Hauptkontrolle findet nach dem 2. Studienjahr statt.

Um die Beihilfe für das 3. Studienjahr zu beziehen, muss der Studierende eine der 3 folgenden Bedingungen erfüllen:

  • 60 ECTS in dem Studiengang, in dem er immatrikuliert ist, erworben haben oder
  • 30 ECTS erworben haben, falls der Studierende spätestens nach dem 1. Studienjahr das Studienfach gewechselt hat, oder
  • zum 2. Studienjahr zugelassen worden sein, wenn der Studiengang keine ECTS vorsieht.
Achtung: Ist der Studierende im 3. Jahr im 1. Jahr eines Hochschulstudiengangs immatrikuliert, wird ihm die finanzielle Beihilfe nicht bewilligt, das Ganze unabhängig von den erzielten Ergebnissen.

Vorschriften zur Nichtvereinbarkeit

Die Beihilfe ist nicht mit folgenden Vorteilen kumulierbar:

  • infrage kommende und gezahlte Studienbeihilfen und gleichwertige Beihilfen des Wohnsitzstaates des Studierenden;
  • sonstige finanzielle Vorteile, die sich aus der Tatsache ergeben, dass es sich beim Antragsteller um einen Studierenden handelt.

Dies beinhaltet Stipendien und Darlehen, Kindergeld, regionale Beihilfen, Wohngeld usw.

Die Antragsteller müssen von der jeweiligen zuständigen Behörde ausgestellte Bescheinigungen vorlegen, welche den Betrag der Beihilfen und sonstigen finanziellen Vorteile ausweisen, auf die sie seitens der Behörden ihres Wohnsitzstaates Anspruch haben. Dieser Betrag wird von der vom luxemburgischen Staat bewilligten Beihilfe in Abzug gebracht.

In der Regel müssen nicht gebietsansässige Studierende die jeweilige Beihilfe in ihrem Wohnsitzland (z. B. Crous bzw. Bourse régionale pour les formations sociales et paramédicales in Frankreich, Allocations d'études/Studienbeihilfe in Belgien oder BAföG in Deutschland) beantragen und den entsprechenden Nachweis erbringen.

Stipendien, die aufgrund eines besonderen Verdienstes des Studierenden vergeben werden, sowie die im Rahmen eines internationalen Mobilitätsprogramms (Erasmus+) gezahlten Stipendien sind nicht betroffen.

Erstattung einer zu Unrecht gewährten Studienbeihilfe

Die gewährte Studienbeihilfe ist unverzüglich zurückzuerstatten, wenn der Antragsteller wissentlich falsche oder unvollständige Angaben gemacht hat, auf deren Basis die Bewilligung erfolgte. Studienbeihilfen in Form von Darlehen sind zuzüglich der gesetzlichen Zinsen vom Zeitpunkt der Auszahlung bis zur Erstattung zurückzuzahlen. Wer Studienbeihilfen auf der Basis wissentlich falscher oder unvollständiger Angaben bezieht, kann mit den in Artikel 496 des Strafgesetzbuches vorgesehen Strafen geahndet werden.

Beantragung über die Plattform MyGuichet

Die Studierenden haben die Möglichkeit, ihre Anträge auf Studienbeihilfe auf elektronischem Weg zu stellen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Ein dynamischer Fragenkatalog, der sich an das Profil anpasst, leitet den Studierenden Schritt für Schritt und ohne unnötigen Zeitverlust durch den Vorgang.
  • Auf Basis der gespeicherten Daten im privaten Bereich, der die persönlichen Informationen zu jedem Nutzer enthält, wird das Antragsformular vorausgefüllt.
  • Das Authentifizierungssystem und die elektronische Unterschrift mit LuxTrust-Zertifikat gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard der Kommunikation und den Schutz der vertraulichen Daten.
  • Die Liste der beizulegenden Belege wird personalisiert.
  • Der Dienst steht an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Anträge sind online verfolgbar. Außerdem können elektronische Nachrichten des CEDIES, falls der Antrag unvollständig war, abgerufen werden.

Der Online-Dienst ist über die Plattform MyGuichet zugänglich und ermöglicht einen interaktiven Dialog zwischen dem Studierenden und dem CEDIES.

Der Zugang zu dem gesicherten elektronischen Dienst erfolgt mithilfe eines privaten LuxTrust-Zertifikats (Personalausweis, Smartcard, Signing Stick oder Token). Außerdem muss sich jeder Nutzer im Vorfeld auf MyGuichet registrieren, um einen speziellen Bereich für die Kommunikation mit den Behörden zu erhalten.

Es sei darauf hingewiesen, dass der Antrag auf Studienbeihilfe vom Studierenden selbst mit seinem eigenen LuxTrust-Zertifikat über MyGuichet gestellt werden muss. Der Antrag kann nicht mithilfe der LuxTrust-Zertifikate der Eltern gestellt werden.

Die Fristen sind die gleichen wie für alle Anträge.

Beantragung in Papierform

Erster Schritt

  • Studierende, die ihr Studium im Wintersemester aufnehmen, können das entsprechende Formular ab dem 1. August herunterladen. Der vollständige Antrag, d. h. das Formular samt Belegen, muss bis spätestens 30. November eingereicht werden.
  • Studierende, die ihr Studium im Sommersemester aufnehmen, können das entsprechende Formular ab dem 1. Januar herunterladen. Der vollständige Antrag, d. h. das Formular samt Belegen, muss bis spätestens 30. April eingereicht werden.
Anträge, die nach Fristablauf eingehen, werden abgelehnt.

Um eine rasche Bearbeitung zu gewährleisten, sollen Studierende nur ausgefüllte und unterzeichnete Formulare einreichen und alle Belege an das Formular anheften. Die beizufügenden Belege sind auf dem Formular vermerkt.

Das Formular sollte vorzugsweise per Einschreiben mit Rückschein an das CEDIES (Postfach 1101, L-1011 Luxemburg) geschickt oder persönlich dort abgegeben werden (CEDIES - 18-20, montée de la Pétrusse, L-2327 Luxemburg).

Per Fax oder E-Mail eingehende Formulare werden nicht bearbeitet. Ist der Antrag unvollständig, entstehen erhebliche Verzögerungen bei der Bearbeitung.

Das CEDIES verschickt keine Eingangsbestätigung an den Antragsteller und übermittelt keine Information über die Bearbeitung der Anträge. 

Zweiter Schritt

Sobald der Antrag bearbeitet wurde, schickt das CEDIES dem Antragsteller ein Bewilligungsschreiben. In diesem Schreiben ist die Höhe des bewilligten Stipendiums und Darlehens für den 1. Teilbetrag der Beihilfe im laufenden Studienjahr angegeben.

Das Bewilligungsschreiben sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da das CEDIES keine Kopie des Originalschreibens ausstellt.

2 bis 4 Wochen nach Zustellung des Bewilligungsschreibens durch das CEDIES überweist der Staat das Stipendium auf das Konto des Studierenden.


Studierende, die das Darlehen in Anspruch nehmen möchten, müssen bis zum 31. Juli des Studienjahres das Original-Bewilligungsschreiben des CEDIES bei einer der folgenden Banken vorlegen:

  • Banque et caisse d’épargne de l’Etat (BCEE)
  • Banque de Luxembourg
  • Banque ING
  • BGL BNP Paribas
  • Banque Raiffeisen
  • BIL
  • Fortuna Banque
  • Banque BCP.

Dritter Schritt 

Studierende, die im Wintersemester den 1. Teilbetrag der Beihilfe erhalten haben und den 2. Teilbetrag für das Sommersemester beantragen möchten, können ab dem 1. Januar das Formular „2. Teilbetrag der Beihilfe“ herunterladen. Es muss bis zum 30. April eingereicht werden.

Belege für gebietsansässige Antragsteller

In Luxemburg ansässige Antragsteller müssen ihrem Antrag für das Basisstipendium und das Studierendendarlehen folgende Belege beifügen:

  • Identitätsnachweis (Kopie des Personalausweises, Reisepasses usw.);
  • bei der Bank erhältlicher Kontonachweis (relevé d'identité bancaire - RIB) des Studierenden;
  • Bescheinigung der Hochschule über die definitive Immatrikulation in französischer, deutscher oder englischer Sprache (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen);
  • Bescheinigung über die Studienergebnisse des vorangehenden Studienjahres;
  • kürzlich ausgestellter Sozialversicherungsnachweis (über den Zeitraum ab dem 1. Januar des laufenden Jahres) des Sozialversicherungszentrums (Centre commun de la Sécurité sociale) bzw. von den Europäischen Institutionen ausgestellte Arbeitsbescheinigung der über ein Einkommen verfügenden Eltern/Sorgeberechtigten oder des über ein Einkommen verfügenden Ehegatten (gilt nicht für Studierende, die die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen, Familienangehörige eines luxemburgischen Staatsangehörigen, Studierende aus einem EU- oder EWR-Mitgliedstaat, die in Luxemburg arbeiten, oder Studierende, die eine kürzlich ausgestellte Bescheinigung über einen tatsächlichen Wohnsitz in Luxemburg während mindestens 5 Jahren vor Einreichung des Antrags, d. h. seit dem 30. November 2009, vorlegen).

Für die anderen Arten von Stipendien sind die folgenden zusätzlichen Belege beizufügen:

  • Studierende, die Studiengebühren zahlen:
    • Quittung der gezahlten Studiengebühren;
    • Zahlungsbeleg.
  • Studierende, die ein Sozialstipendium beantragen:
    • Bescheinigung der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes - ACD) über das Einkommen des Haushalts, zu dem der Studierende gehört (gegebenenfalls 2 Bescheinigungen, wenn der Haushalt nicht gemeinsam veranlagt wird);
    • falls die Bescheinigung der ACD „non imposable par voie d'assiette” (nicht im Wege der Steuerveranlagung steuerpflichtig) angibt, Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigung des Jahres 2014;
    • bei Personen, die nicht in Luxemburg steuerpflichtig sind (gemäß dem innerstaatlichen Recht oder eines Doppelbesteuerungsabkommen), ist das Jahreseinkommen anhand von ordnungsgemäß von den zuständigen Behörden ausgestellten Nachweisen zu belegen;
  • Studierende, die ein Mobilitätsstipendium beantragen:
    • Kopie des Mietvertrags;
    • Zahlungsbeleg für die Miete;
  • Studierende, die ein Familienstipendium beantragen: Angabe der Sozialversicherungsnummer(n) des/der anderen betroffenen Kindes/Kinder des Haushalts.

Studierende, die über ein eigenes Einkommen verfügen, müssen folgende Belege beifügen:

  • von der Steuerverwaltung ausgestellte Einkommensbescheinigung des Studierenden;
  • die letzten 3 Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigungen.

Die Verwaltung behält sich das Recht vor, zusätzliche Unterlagen anzufordern. Unvollständige Belege bzw. Angaben im Antrag führen zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung. Sämtliche Belege sind zwingend in luxemburgischer, französischer, deutscher oder englischer Sprache einzureichen (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen).

Belege für nicht-gebietsansässige Antragsteller

Nicht in Luxemburg ansässige Antragsteller müssen ihrem Antrag für das Basisstipendium und das Studierendendarlehen folgende Belege beifügen:

  • Identitätsnachweis (Kopie des Personalausweises, Passes usw.);
  • von der Wohnsitzgemeinde ausgestellte Wohnsitzbescheinigung jüngeren Datums für den Studierenden;
  • von der Wohnsitzgemeinde ausgestellte Haushaltsbescheinigung;
  • bei der Bank erhältlicher Kontonachweis (relevé d'identité bancaire - RIB) des Studierenden;
  • Bescheinigung der Hochschule über die definitive Immatrikulation in französischer, deutscher oder englischer Sprache (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen);
  • Bescheinigung über die Studienergebnisse des vorangehenden Studienjahres;
  • Einverständniserklärung der Eltern, die das CEDIES dazu berechtigt, beim Sozialversicherungszentrum (CCSS) zu überprüfen, ob die Bedingung der mindestens 5-jährigen Mitgliedschaft eines Elternteils zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe über einen Bezugszeitraum von 7 Jahren hinweg erfüllt ist;
  • von den zuständigen Behörden des Wohnsitzlandes ausgestellte Nachweise über den monatlichen Betrag des Kindergelds/der Familienleistungen, das/die aufgrund des Studierendenstatus bezogen werden, bzw. ein Nachweis darüber, dass kein Anspruch auf solche Leistungen mehr besteht.
Seite 5 des Formulars für Nicht-Gebietsansässige muss von dem in Luxemburg arbeitenden Elternteil ausgefüllt werden. Falls dieser nicht zum Haushalt des Studierenden gehört, muss er den Nachweis dafür erbringen, dass er weiterhin für den Unterhalt des Studierenden aufkommt (z. B. Scheidungsurteil mit Angabe der Unterhaltsregelung samt Nachweisen für die letzten 3 Überweisungen usw.).

Für die anderen Arten von Stipendien sind die folgenden zusätzlichen Belege beizufügen:

  • Studierende, die Studiengebühren zahlen:
    • Quittung der gezahlten Studiengebühren;
    • Zahlungsbeleg.
  • Studierende, die ein Sozialstipendium beantragen:
    • kürzlich von der Steuerverwaltung (ACD) ausgestellte Einkommensbescheinigung, die den steuerpflichtigen Betrag für jede Person angibt, die zum Haushalt des Studierenden gehört und in Luxemburg arbeitet;
    • falls die Bescheinigung der ACD „non imposable par voie d'assiette” (nicht im Wege der Steuerveranlagung steuerpflichtig) angibt, Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigung des Jahres 2014;
    • alle nicht in Luxemburg steuerpflichtigen Einkünfte des Haushalts, zu dem der Studierende gehört, sind anhand von ordnungsgemäß von den zuständigen Behörden ausgestellten Nachweisen zu belegen;
  • Studierende, die ein Mobilitätsstipendium beantragen:
    • Kopie des Mietvertrags;
    • Zahlungsbeleg für die Miete;
  • Studierende, die ein Familienstipendium beantragen: Angabe der Sozialversicherungsnummer(n) des/der anderen betroffenen Kindes/Kinder des Haushalts.

Studierende, die über ein eigenes Einkommen verfügen, müssen folgende Belege beifügen:

  • Studierende, die in Luxemburg arbeiten: von der ACD ausgestellte Einkommensbescheinigung;
  • Studierende, die im Ausland arbeiten: von den zuständigen Behörden ausgestellte Nachweise über das Jahreseinkommen;
  • die letzten 3 Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigungen.

Die Verwaltung behält sich das Recht vor, zusätzliche Unterlagen anzufordern. Unvollständige Belege bzw. Angaben im Antrag führen zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung. Sämtliche Belege sind zwingend in luxemburgischer, französischer, deutscher oder englischer Sprache einzureichen (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen).

Zuständige Kontaktstellen

18-20, montée de la Pétrusse
L-2327 - Luxemburg
Postanschrift Postfach 1101 - L-1011 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel (+352) 247-88650
Fax Empfang: (+352) 26 19 01 04; Finanzielle Beihilfen: (+352) 45 56 56
E-Mail info@cedies.public.lu

Öffnungszeiten
Empfang: von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr; Finanzielle Beihilfen: von Montag bis Freitag von 14.00 bis 17.00 Uhr; Studieninformation: von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr