Eine Studienbeihilfe für ein Hochschulstudium beantragen

Letzte Änderung dieser Seite am 01-08-2016

Durch Stipendien und Darlehen können Studierende unabhängig von der Finanzlage oder Finanzierungsbereitschaft der Eltern ein Hochschulstudium absolvieren, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.

Ein Online-Rechentool hilft bei der Ermittlung des je nach Profil des Antragstellers bewilligten Betrags.

Die Studienbeihilfe wird in 2 Teilbeträgen pro Studienjahr (1 Teilbetrag pro Semester) ausgezahlt. Das Studienjahr beginnt am 1. August und endet am 31. Juli des darauffolgenden Jahres. Das Wintersemester beginnt am 1. August und endet am 31. Januar. Das Sommersemester beginnt am 1. Februar und endet am 31. Juli.

Formulare / Online-Dienste

Erledigen Sie Ihren Vorgang:

  • Online

    • Hauptantrag auf staatliche Studienbeihilfe für Hochschulstudien
    • Hinzufügen von Immatrikulationsgebühren
  • Indem Sie das Formular herunterladen

Zielgruppe

Um die Studienbeihilfe des Staates zu beantragen, muss der Antragsteller als Voll- oder Teilzeitstudierender für einen offiziell anerkannten Hochschulstudiengang immatrikuliert sein. Der Studiengang muss mit einem akademischen Grad, Diplom, Zeugnis oder sonstigen Titel zur Bescheinigung des erfolgreichen Abschlusses abgeschlossen werden.

Teilzeitstudierende, die an einer Hochschuleinrichtung eingeschrieben sind, müssen:

  • pro Semester Kurse im Wert von 15 bis 17 ECTS-Punkten belegen, oder
  • Kurse von einer Dauer, die mindestens der Hälfte der Mindeststudienzeit entspricht, absolvieren.

Unterstützt werden können auch Schüler des allgemeinen oder des technischen Sekundarunterrichts, die vom für die Berufsausbildung zuständigen Minister die Genehmigung erhalten haben, ihre schulische Ausbildung im Ausland fortzusetzen.

Voraussetzungen

Von in Luxemburg ansässigen Antragstellern zu erfüllende Bedingungen:

  • sie müssen die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen oder Familienangehöriger eines luxemburgischen Staatsangehörigen sein; oder
  • sie müssen EU-Bürger oder Bürger eines anderen Mitgliedstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz sein und:
    • sich als Arbeitnehmer (einschließlich Selbstständige und Rentner) oder Familienangehöriger eines Arbeitnehmers in Luxemburg aufhalten,
    • oder ein Daueraufenthaltsrecht besitzen, oder
  • sie müssen in Luxemburg als politischer Flüchtling anerkannt sein, oder
  • sie müssen Drittstaatsangehöriger oder staatenlos sein und:
    • seit mindestens 5 Jahren in Luxemburg leben (oder vor dem 1. Antrag den Status eines langfristig Aufenthaltsberechtigten erworben haben), und
    • im Besitz eines luxemburgischen oder dem luxemburgischen Zeugnis gleichwertigen Abschlusszeugnisses des Sekundarunterrichts sein.

Von nicht gebietsansässigen Antragstellern zu erfüllende Bedingungen:

  • sie müssen Arbeitnehmer (einschließlich Selbstständige) sein, die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzen und zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt sein oder ihre Tätigkeit dort ausüben;
  • sie müssen in Luxemburg eine Waisenrente beziehen, die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzen, oder
  • sie müssen Kind eines Arbeitnehmers sein, der die luxemburgische Staatsangehörigkeit, eine EU-Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaats des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz besitzt und zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt ist oder seine Tätigkeit dort ausübt, vorausgesetzt dieser Arbeitnehmer trägt weiterhin zum Unterhalt des Studierenden bei und war zum Zeitpunkt der Beantragung der Studienbeihilfe mindestens 5 von 7 Jahren vor der Beantragung der Studienbeihilfe in Luxemburg angestellt oder tätig; oder die Person, die den Status als Arbeitnehmer behält, erfüllte zum Zeitpunkt der Beendigung der Aktivität dieses Kriterium.
Die Zeiträume, in denen eine Pension, eine Rente oder Arbeitslosengeld des Staates bezogen wurde, zählen bei der Berechnung der erforderlichen Mindestdauer von 5 Jahren mit.


Betroffen sind auch Studierende, die zu einem Haushalt gehören, in dem der (Ehe-)Partner eines Elternteils die oben genannten Bedingungen erfüllt.

Studierende, die sich während ihres Hochschulstudiums hauptsächlich in Luxemburg aufhalten und über ein Einkommen verfügen, das den sozialen Mindestlohn für qualifizierte Arbeitnehmer nicht übersteigt, werden wie nicht gebietsansässige Studierende behandelt.

Im Vorfeld zu erledigende Schritte

Für nicht gebietsansässige Studierende basiert die Beihilfe auf dem Subsidaritätsprinzip: Bevor sie ihren Antrag in Luxemburg stellen, müssen sie bereits alle erforderlichen Schritte in ihrem Wohnsitzland unternommen haben, um dort eine Studienbeihilfe zu bekommen.

Achtung: Die Studierenden müssen alle Fristen für die Antragseinreichung in ihrem Wohnsitzland einhalten.

Die offizielle (positive oder negative) Antwort der Behörden des Wohnsitzlandes für das laufende Studienjahr muss dem Antrag auf finanzielle Beihilfe in Luxemburg beigefügt werden. Ohne diese Antwort der Behörden des Wohnsitzlandes kann die finanzielle Beihilfe nicht bewilligt werden.

Fristen

Sämtliche Fristen sind unbedingt einzuhalten.

Alle Anträge, die nach Fristablauf eingehen, werden abgelehnt.
Der Antrag auf Studienbeihilfe muss jedes Semester eingereicht werden, auch wenn die Einschreibung an der Hochschule für das ganze Jahr erfolgt.
  • Studierende, die ihr Studium im Wintersemester aufnehmen, müssen den vollständigen Antrag (Formular und Belege) bis zum 30. November einsenden.
  • Studierende, die ihr Studium im Sommersemester aufnehmen, müssen den vollständigen Antrag (Formular und die Belege) bis spätestens 30. April einsenden.
  • Studierende, die bereits einen Antrag auf staatliche Studienbeihilfe gestellt haben und noch für den gleichen Studienzyklus eingeschrieben sind, müssen nur den Folgeantrag ausfüllen. 

Vorgehensweise und Details

Höhe und Zusammensetzung der Studienbeihilfe

Die den Studierenden zur Verfügung stehenden Beträge setzen sich aus einzelnen kumulierbaren Stipendien und einem zinsreduzierten Darlehen zusammen. Die Studienbeihilfe wird jeweils für ein Studienjahr bewilligt und in 2 Teilzahlungen (eine im Wintersemester und eine im Sommersemester) ausgezahlt. Lediglich das Familienstipendium wird auf ein Mal im Sommersemester ausgezahlt.

Die einzelnen Stipendien

Es gibt folgende Arten von Stipendien:

  • Basisstipendium: wird allen in Frage kommenden Studierenden gewährt. Der Betrag ist auf 1.000 Euro pro Semester festgesetzt;
  • Mobilitätsstipendium: wird Studierenden gewährt, die für ein Hochschulstudium außerhalb des Wohnsitzlandes des Haushalts, zu dem sie gehören, immatrikuliert sind. Sie müssen nachweisen, dass sie Miete für eine Unterkunft bezahlen. Der Betrag ist auf 1225 Euro pro Semester festgesetzt;
  • Sozialstipendium: wird Studierenden gewährt, bei denen das gesamte steuerpflichtige Einkommen des Haushalts, der für den Unterhalt aufkommen muss, höchstens das 4,5-Fache des Bruttobetrags des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt. Die pro Semester bewilligten Beträge dieses Stipendiums sind wie folgt gestaffelt:
    • Einkommen geringer als der soziale Mindestlohn: 1.900 Euro;
    • Einkommen zwischen dem sozialen Mindestlohn und dem 1,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.600 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 1,5-Fachen und dem 2-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.325 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 2-Fachen und dem 2,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 1.075 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 2,5-Fachen und dem 3-Fachen des sozialen Mindestlohns: 825 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 3-Fachen und dem 3,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 575 Euro;
    • Einkommen zwischen dem 3,5-Fachen und dem 4,5-Fachen des sozialen Mindestlohns: 275 Euro;

    Die gesamte Beihilfe kann in Form eines Darlehens beantragt werden. In diesem Fall muss der Studierende keine Einkommensbelege des Haushalts beifügen.

  • Familienstipendium: wird gewährt, wenn gleichzeitig ein oder mehrere Kinder des Haushalts bereits eine finanzielle Beihilfe beziehen. Der Betrag ist auf 500 Euro pro Studienjahr und pro Studierender festgesetzt. Hinweis: Für Studierende, die den 2. Teilbetrag nicht beantragen, gibt es ein spezifisches Antragsformular für das Familienstipendium.

Eine Erhöhung um 1.000 Euro kann Studierenden bewilligt werden, die sich in einer schwierigen und außergewöhnlichen Lage befinden und mit außerordentlichen Ausgaben konfrontiert sind. Diese Erhöhung wird vom zuständigen Minister auf begründete Stellungnahme in Höhe von 50 % auf das Basisstipendium und 50 % auf das Darlehen bewilligt.

Die einzelnen Stipendien sind kumulierbar.

Zudem steht ein Online-Rechentool zur Verfügung.

Studierende mit eigenem Einkommen

Einkünfte aus Studentenjobs von bis zu 10 Stunden/Woche und aus Ferienjobs werden bei der Berechnung des Sozialstipendiums nicht berücksichtigt.

Alle anderen dem Studierenden während des laufenden Studienjahres zur Verfügung stehenden Einkünfte werden dem Gesamteinkommen des Haushalts hinzugerechnet. Sie können sich auf die Höhe des Sozialstipendiums auswirken.

Studierende, die ein eigenes Gesamteinkommen haben, das über dem sozialen Mindestlohn für nicht qualifizierte Arbeitnehmer liegt, können die Studienbeihilfe nur in Darlehensform beziehen.

Studierende, deren eigenes Gesamteinkommen mehr als das 3,5-Fache des sozialen Mindestlohns für nicht qualifizierte Arbeitnehmer beträgt, haben keinen Anspruch auf Studienbeihilfe.

Studierendendarlehen

Das vom Staat garantierte zinsreduzierte Darlehen besteht aus einem Basisdarlehen von 3.250 Euro pro Semester. Das Basisdarlehen eines Studierenden, der nicht das gesamte Sozialstipendium bezieht, kann um bis zu 1.900 Euro erhöht werden, wobei der Betrag des bewilligten Sozialstipendiums von den 1.900 Euro abzuziehen ist.

Die Schuldzinsen sind jährlich zum 30. Juni und zum 31. Dezember zahlbar. In der Regel muss der Studierende 2 Jahre nach Abschluss seines Studiums mit der Rückzahlung des Darlehens beginnen und es nach 10 Jahren ganz zurückgezahlt haben.

Das Darlehen muss bei einem Kreditinstitut abgeschlossen werden, das ein Abkommen über die Subventionierung der Studierendendarlehen unterzeichnet hat.

Der Staat bürgt für die Hauptsumme und die vom Studierenden geschuldeten Zinsen und Nebenkosten. Die Eintreibung der geschuldeten Beträge übernimmt die Eintragungs- und Domänenverwaltung (Administration de l’enregistrement et des domaines). Hierzu nutzt sie die zur Eintreibung von Eintragungsgebühren vorgesehenen Verfahren.

Der Studierende ist nicht verpflichtet, das Darlehen in Anspruch zu nehmen. Er kann auch nur das Stipendium beziehen, ohne auf das Darlehen zurückzugreifen.

Bei Rückzahlungsschwierigkeiten kann der Studierende eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist oder eine Aussetzung beantragen. Hierzu muss er auf dem entsprechenden Formular seine Lage darlegen und die erforderlichen Dokumente beifügen.

Immatrikulationsgebühren

Der Grundbetrag der Beihilfe wird um jenen Teil der Immatrikulationsgebühren erhöht, der den Pauschalbetrag von 100 Euro übersteigt. Maximal können 3.700 Euro erstattet werden:

  • 50 % in Form eines Stipendiums und
  • 50 % in Form eines Darlehens.

Bei den Immatrikulationsgebühren hat das Einkommen des Antragsstellers keinen Einfluss auf die Aufteilung zwischen Stipendium und Darlehen.

Beispiele:

  • Die Immatrikulationsgebühren betragen 800 Euro – in diesem Fall erhöht sich die Beihilfe um 700 Euro, wovon 350 Euro als Stipendium und 350 Euro als Darlehen gewährt werden.
  • Die Immatrikulationsgebühren betragen 9.000 Euro – in diesem Fall erhöht sich die Beihilfe um 3.700 Euro, wovon 1.850 Euro als Stipendium und 1.850 Euro als Darlehen gewährt werden.

Zahlung der Beihilfe und Dauer der Bewilligung

Die Stipendien werden in 2 Teilbeträgen pro laufendes Studienjahr ausgezahlt. Das Familienstipendium wird auf ein Mal ausgezahlt.

Die Zahlung der Beihilfe ist an die Vorlage von Bescheinigungen oder sonstigen amtlichen Belegen gebunden, welche nachweisen, dass die Bedingungen für den Erhalt der Beihilfe erfüllt sind (z. B. Immatrikulationsbescheinigungen, ggf. Abschlussbescheinigungen von vorherigen Studiengängen).

Die Stipendien und Darlehen können für die offizielle Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs plus zwei weitere Semester gewährt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Studierender ein oder zwei Semester wiederholen kann und trotzdem weiterhin Anspruch auf die Beihilfe hat. Falls die Wiederholung während des Bachelorstudiengangs (Grundstudium/1er cycle) erfolgt, hat er im Falle einer Wiederholung während des Masterstudiengangs (Hauptstudium/2e cycle) keinen Anspruch mehr auf die Beihilfe.

Beispiele:

  • Die Regelstudienzeit eines Bachelorstudiengangs beträgt 6 Semester. Demnach wird die Studienbeihilfe maximal 8 Semester gewährt. Die zwei Bonussemester werden bewilligt, wenn der Studierende nach dem 1. Jahr den Studiengang wechselt oder das 1. Jahr wiederholen muss.
  • Die Regelstudienzeit für einen Master beträgt 4 Semester. Das heißt: Die Studienbeihilfe kann maximal 6 Semester gewährt werden, vorausgesetzt der Studierende hat seinen Bachelorstudiengang ohne Wiederholung bestanden.

Studierende, die für den 2. Studienzyklus (Master) eingeschrieben sind und die Regelstudienzeit für den 1. Zyklus (Bachelor) um ein Semester überschritten haben, können die Beihilfe für ein weiteres Zusatzsemester beziehen.

Studierende, die ihren Bachelor- oder Masterstudiengang bestanden haben, können die Beihilfe weiterhin beziehen, um einen neuen Bachelor- oder Masterstudiengang in einem anderen Fach zu belegen. Diese Möglichkeit besteht nur einmal.

Im Falle einer Promotion (doctorat/PhD) kann der Studierende die Beihilfe bis zu 8 Semester lang beziehen.

Studierende, die für einen einstufigen Studiengang immatrikuliert sind, können die Stipendien und Darlehen für eine Anzahl von Jahren beziehen, die die jeweilige Regelstudienzeit um eine Einheit übersteigt.

Möchte ein Studierender seinen nicht abgeschlossenen Studiengang abschließen, kann er für höchstens zwei zusätzliche Semester die gesamte Beihilfe in Form eines Darlehens beziehen.

Hierzu muss er:

  • im letzten Jahr des Zyklus immatrikuliert sein, den er abschließen will;
  • seinem Formular einen formlosen schriftlichen Antrag auf Verlängerung des Darlehens („prolongation prêt uniquement“) beifügen.

Die Beihilfe kann verweigert werden, wenn der Studierende keinen Fortschritt in seinem Studium nachweisen kann. Die Überprüfung findet im Wesentlichen nach dem 2. Studienjahr statt.

Der Studierende kann aufgefordert werden, eine Teilnahmebescheinigung für die belegten Kurse, Praktika und Übungen an der Hochschule (travaux pratiques, travaux dirigés), absolvierten Pflichtpraktika und die Anwesenheit während der Prüfungen und Auswahlverfahren seines Studiengangs vorzulegen.

Um die Beihilfe für das 3. Studienjahr zu beziehen, muss der Studierende eine der 3 folgenden Bedingungen erfüllen:

  • mindestens 60 ECTS in den ersten 2 Jahren des Studiengangs, in dem er immatrikuliert ist, erworben haben; oder
  • mindestens 30 ECTS am Ende seines 2. Studienjahrs erworben haben, falls der Studierende spätestens nach dem 1. Studienjahr das Studienfach gewechselt hat; oder
  • zum 2. Studienjahr zugelassen worden sein, wenn der Studiengang keine ECTS vorsieht, sondern durch die Studienzeit festgelegt wird.
Achtung: Ist der Studierende in seinem 3. Studienjahr im 1. Jahr eines Hochschulstudiengangs immatrikuliert, wird ihm die finanzielle Beihilfe - unabhängig von den erzielten Ergebnissen - nicht bewilligt.

Studierende mit Behinderung, die die Studienbeihilfe über die üblich gewährte Zusatzzeit hinaus beziehen wollen, müssen eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. In dieser muss eine langfristige oder definitive gravierende Beeinträchtigung der physischen, geistigen, sensorischen, kognitiven oder psychischen Funktionen bestätigt werden, die das übliche Vorankommen erschwert.

Vorschriften zur Nichtvereinbarkeit

Die Beihilfe ist nicht mit folgenden Vorteilen kumulierbar:

  • infrage kommende und gezahlte Studienbeihilfen und gleichwertige Beihilfen des Wohnsitzstaates des Studierenden;
  • sonstige finanzielle Vorteile, die sich aus der Tatsache ergeben, dass es sich beim Antragsteller um einen Studierenden handelt.

Dies beinhaltet Stipendien und Darlehen, Kindergeld, regionale Beihilfen, Wohngeld usw.

Die Antragsteller müssen Bescheinigungen der zuständigen Behörden des Wohnsitzlandes vorlegen, welche die Höhe der Beihilfen und sonstigen finanziellen Vorteile ausweisen, auf die bei den Behörden im Wohnsitzland ein Anspruch besteht. Dieser Betrag wird ganz von der vom luxemburgischen Staat bewilligten Beihilfe in Abzug gebracht.

Der Ablehnungsgrund muss gegebenenfalls auf der ausgestellten Bescheinigung angegeben werden. Bescheinigungen, die verwaltungstechnische Gründe aufführen, werden nicht akzeptiert.

In der Regel müssen nicht gebietsansässige Studierende die jeweilige Beihilfe in ihrem Wohnsitzland (z. B. Crous bzw. Bourse régionale pour les formations sociales et paramédicales in Frankreich, Allocations d'études/Studienbeihilfe in Belgien oder BAföG in Deutschland) beantragen und den entsprechenden Nachweis erbringen.

Studierenden, die keine solche Bescheinigung vorweisen können, wird die Studienbeihilfe nicht gewährt.

Stipendien, die aufgrund eines besonderen Verdienstes des Studierenden vergeben werden, sowie die im Rahmen eines internationalen Mobilitätsprogramms (Erasmus+) gezahlten Stipendien sind nicht betroffen.

Erstattung einer zu Unrecht gewährten Studienbeihilfe

Die gewährte Studienbeihilfe ist unverzüglich zurückzuerstatten, wenn der Antragsteller wissentlich falsche oder unvollständige Angaben gemacht hat, auf deren Basis die Bewilligung erfolgte. Studienbeihilfen in Form von Darlehen sind zuzüglich der gesetzlichen Zinsen vom Zeitpunkt der Auszahlung bis zur Erstattung zurückzuzahlen. Wer Studienbeihilfen auf der Basis wissentlich falscher oder unvollständiger Angaben bezieht, kann mit den in Artikel 496 des Strafgesetzbuches vorgesehen Strafen geahndet werden.

Beantragung über die Plattform MyGuichet

Studierende haben die Möglichkeit, ihre Anträge auf Studienbeihilfe auf elektronischem Weg zu stellen.

Auf MyGuichet kann mit einem einzigen Formular sowohl der Erst- als auch der Folgeantrag gestellt werden.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Ein dynamischer Fragenkatalog, der sich an das Profil anpasst, leitet den Studierenden Schritt für Schritt und ohne unnötigen Zeitverlust durch den Vorgang.
  • Auf Basis der gespeicherten Daten im privaten Bereich, der die persönlichen Informationen zu jedem Nutzer enthält, wird das Antragsformular vorausgefüllt.
  • Das Authentifizierungssystem und die elektronische Unterschrift mit LuxTrust-Zertifikat gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard der Kommunikation und den Schutz der vertraulichen Daten.
  • Die Liste der beizulegenden Belege wird personalisiert.
  • Der Dienst steht an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Anträge sind online verfolgbar. Außerdem können elektronische Nachrichten des CEDIES, falls der Antrag unvollständig war, abgerufen werden.

Der Online-Dienst ist über die Plattform MyGuichet zugänglich und ermöglicht einen interaktiven Dialog zwischen dem Studierenden und dem CEDIES.

Der Zugang zu dem gesicherten elektronischen Dienst erfolgt mithilfe eines privaten LuxTrust-Zertifikats (Personalausweis, Smartcard, Signing Stick oder Token). Außerdem muss sich jeder Nutzer im Vorfeld auf MyGuichet registrieren, um einen speziellen Bereich für die Kommunikation mit den Behörden zu erhalten.

Wichtig: Der Antrag auf Studienbeihilfe über MyGuichet muss vom Studierenden selbst mit seinem eigenen LuxTrust-Zertifikat gestellt werden. Er kann nicht mit den LuxTrust-Zertifikaten der Eltern gestellt werden.

Die Fristen sind die gleichen wie für alle Anträge.

Beantragung in Papierform

Im Falle eines Erstantrages oder eines Wechsels des Studienzyklus müssen die Studierenden das Formular „Erstantrag“ ausfüllen.

Falls bereits eine Studienbeihilfe für den gleichen Studienzyklus (1. Zyklus - BTS/Bachelor, 2. Zyklus - Master, 3. Zyklus - Promotion) beantragt wurde, kann zukünftig ein vereinfachter Antrag eingereicht werden.

Erster Schritt

  • Studierende, die ihr Studium im Wintersemester aufnehmen, können das entsprechende Formular ab dem 1. August herunterladen. Der vollständige Antrag, d. h. das Formular samt Belegen, muss bis spätestens 30. November eingereicht werden.
  • Studierende, die ihr Studium im Sommersemester aufnehmen, können das entsprechende Formular ab dem 1. Januar herunterladen. Der vollständige Antrag, d. h. das Formular samt Belegen, muss bis spätestens 30. April eingereicht werden.
Anträge, die nach Fristablauf eingehen, werden abgelehnt.

Um eine rasche Bearbeitung zu gewährleisten, sollen Studierende nur ausgefüllte und unterzeichnete Formulare einreichen und alle Belege an das Formular anheften. Die beizufügenden Belege sind auf dem Formular vermerkt.

Das Formular sollte vorzugsweise per Einschreiben mit Rückschein an das CEDIES (Postfach 1101, L-1011 Luxemburg) geschickt oder persönlich dort abgegeben werden (CEDIES - 18-20, montée de la Pétrusse, L-2327 Luxemburg).

Per Fax oder E-Mail eingehende Formulare werden nicht bearbeitet. Ist der Antrag unvollständig, entstehen erhebliche Verzögerungen bei der Bearbeitung.

Das CEDIES verschickt keine Eingangsbestätigung an den Antragsteller und übermittelt keine Information über die Bearbeitung der Anträge. 

Zweiter Schritt

Sobald der Antrag bearbeitet wurde, schickt das CEDIES dem Antragsteller ein Bewilligungsschreiben. In diesem Schreiben ist die Höhe des bewilligten Stipendiums und Darlehens für den 1. Teilbetrag der Beihilfe im laufenden Studienjahr angegeben.

Das Bewilligungsschreiben sollte sorgfältig aufbewahrt werden, da das CEDIES keine Kopie des Originalschreibens ausstellt.

2 bis 4 Wochen nach Zustellung des Bewilligungsschreibens durch das CEDIES überweist der Staat das Stipendium auf das Konto des Studierenden.


Studierende, die das Darlehen in Anspruch nehmen möchten, müssen bis zum 31. Juli des Studienjahres das Original-Bewilligungsschreiben des CEDIES bei einer der folgenden Banken vorlegen:

  • Banque et caisse d’épargne de l’Etat (BCEE)
  • Banque de Luxembourg
  • Banque ING
  • BGL BNP Paribas
  • Banque Raiffeisen
  • BIL
  • Fortuna Banque
  • Banque BCP

Belege für gebietsansässige Antragsteller

Erstantrag oder Wechsel des Studienzyklus

Gebietsansässige Studierende, die einen Erstantrag stellen oder den Studienzyklus wechseln, müssen ihrem Antrag für das Basisstipendium und das Studierendendarlehen folgende Belege beifügen:

  • Identitätsnachweis (Kopie des Personalausweises, Passes usw.) oder elektronische Signatur im Falle eines Online-Antrags.
  • bei der Bank erhältlicher Kontonachweis (relevé d'identité bancaire - RIB) des Studierenden;
  • Bescheinigung der Hochschule über die definitive Immatrikulation in französischer, deutscher oder englischer Sprache (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen).

Für die anderen Arten von Stipendien sind die folgenden zusätzlichen Belege beizufügen:

  • Studierende, die Studiengebühren zahlen:
    • Quittung der gezahlten Studiengebühren;
    • Zahlungsbeleg.
  • Studierende, die ein Sozialstipendium beantragen:
    • Bescheinigung der Steuerverwaltung (Administration des contributions directes - ACD) über das Einkommen des Haushalts, zu dem der Studierende gehört (gegebenenfalls 2 Bescheinigungen, wenn der Haushalt nicht gemeinsam veranlagt wird);
    • falls die Bescheinigung der ACD „non imposable par voie d'assiette” (nicht im Wege der Steuerveranlagung steuerpflichtig) angibt, Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigung des Jahres 2015;
    • bei Personen, die nicht in Luxemburg steuerpflichtig sind (gemäß dem innerstaatlichen Recht oder eines Doppelbesteuerungsabkommen), ist das Jahreseinkommen anhand von ordnungsgemäß von den zuständigen Behörden ausgestellten Nachweisen zu belegen;
  • Studierende, die ein Mobilitätsstipendium beantragen:
    • Kopie des Mietvertrags;
    • Zahlungsbeleg für die Miete;
  • Studierende, die ein Familienstipendium beantragen: Angabe der Sozialversicherungsnummer des anderen Kindes des Haushalts.

Studierende, die über ein eigenes Einkommen verfügen, müssen folgende Belege beifügen:

  • von der Steuerverwaltung ausgestellte Einkommensbescheinigung des Studierenden;
  • die letzten 3 Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigungen.

Die Verwaltung behält sich das Recht vor, zusätzliche Unterlagen anzufordern. Unvollständige Belege bzw. Angaben im Antrag führen zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung. Sämtliche Belege sind zwingend in luxemburgischer, französischer, deutscher oder englischer Sprache einzureichen (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen).

Folgeantrag

Bei Folgeanträgen müssen nur folgende Belege eingereicht werden:

  • Immatrikulationsbescheinigung einer offiziell anerkannten Hochschuleinrichtung;
  • von der zuständigen Behörde ausgestellte Bescheinigungen über die Höhe der Beihilfen und sonstigen finanziellen Vorteile im Wohnsitzland;
  • Bescheinigung über die Studienergebnisse der vorangehenden Studienjahre (im Falle eines Antrags für das 3. Studienjahr).

Der Antragsteller ist verpflichtet, seinem Antrag jegliche Dokumente beizulegen, die eine Änderung bei der Bewilligung oder Berechnung der Studienhilfe im Vergleich zum vorherigen Jahr zufolge haben.

Belege für nicht-gebietsansässige Antragsteller

Erstantrag oder Wechsel des Studienzyklus

Nicht-gebietsansässige Studierende, die einen Erstantrag stellen oder den Studienzyklus wechseln, müssen ihrem Antrag für das Basisstipendium und das Studierendendarlehen folgende Belege beifügen:

  • Identitätsnachweis (Kopie des Personalausweises, Passes usw.);
  • von der Wohnsitzgemeinde ausgestellte Wohnsitzbescheinigung jüngeren Datums für den Studierenden;
  • von der Wohnsitzgemeinde ausgestellte Haushaltsbescheinigung;
  • bei der Bank erhältlicher Kontonachweis (relevé d'identité bancaire - RIB) des Studierenden;
  • Bescheinigung der Hochschule über die definitive Immatrikulation in französischer, deutscher oder englischer Sprache (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen);
  • Bescheinigung über die Studienergebnisse des vorangehenden Studienjahres;
  • von den zuständigen Behörden des Wohnsitzlandes ausgestellte Nachweise über den monatlichen Betrag des Kindergelds/der Familienleistungen, das/die aufgrund des Studierendenstatus bezogen werden, bzw. ein Nachweis darüber, dass kein Anspruch auf solche Leistungen mehr besteht.

Für die anderen Arten von Stipendien sind die folgenden zusätzlichen Belege beizufügen:

  • Studierende, die Studiengebühren zahlen:
    • Quittung der gezahlten Studiengebühren;
    • Zahlungsbeleg.
  • Studierende, die ein Sozialstipendium beantragen:
    • kürzlich von der Steuerverwaltung (ACD) ausgestellte Einkommensbescheinigung, die den steuerpflichtigen Betrag für jede Person angibt, die zum Haushalt des Studierenden gehört und in Luxemburg arbeitet;
    • falls die Bescheinigung der ACD „non imposable par voie d'assiette” (nicht im Wege der Steuerveranlagung steuerpflichtig) angibt, Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigung des Jahres 2015;
    • alle nicht in Luxemburg steuerpflichtigen Einkünfte des Haushalts, zu dem der Studierende gehört, sind anhand von ordnungsgemäß von den zuständigen Behörden ausgestellten Nachweisen zu belegen;
  • Studierende, die ein Mobilitätsstipendium beantragen:
    • Kopie des Mietvertrags;
    • Zahlungsbeleg für die Miete;
  • Studierende, die ein Familienstipendium beantragen: Angabe der Sozialversicherungsnummer des anderen Kindes des Haushalts.

Studierende, die über ein eigenes Einkommen verfügen, müssen folgende Belege beifügen:

  • Studierende, die in Luxemburg arbeiten: von der ACD ausgestellte Einkommensbescheinigung;
  • Studierende, die im Ausland arbeiten: von den zuständigen Behörden ausgestellte Nachweise über das Jahreseinkommen;
  • die letzten 3 Lohn-/Gehalts-, Renten- oder Arbeitslosengeldbescheinigungen.

Die Verwaltung behält sich das Recht vor, zusätzliche Unterlagen anzufordern. Unvollständige Belege bzw. Angaben im Antrag führen zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung. Sämtliche Belege sind zwingend in luxemburgischer, französischer, deutscher oder englischer Sprache einzureichen (Bescheinigungen in anderen Sprachen sind zusammen mit einer offiziellen Übersetzung einzureichen).

Folgeantrag

Bei Folgeanträgen müssen nur folgende Belege eingereicht werden:

  • Immatrikulationsbescheinigung einer offiziell anerkannten Hochschuleinrichtung;
  • von der zuständigen Behörden für das laufende Studienjahr ausgestellte Bescheinigungen, welche die Höhe der Beihilfen und sonstigen finanziellen Vorteile ausweisen, auf die im Wohnsitzland ein Anspruch besteht;
  • Bescheinigung über die Studienergebnisse der vorangehenden Studienjahre (im Falle eines Antrags für das 3. Studienjahr).

Der Antragsteller ist verpflichtet, seinem Antrag jegliche Dokumente beizulegen, die eine Änderung bei der Bewilligung oder Berechnung der Studienhilfe im Vergleich zum vorherigen Jahr zufolge haben.

Zuständige Kontaktstellen

18-20, montée de la Pétrusse
L-2327 - Luxemburg
Postanschrift Postfach 1101 - L-1011 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel (+352) 247-88650
Fax Empfang: (+352) 26 19 01 04; Finanzielle Beihilfen: (+352) 45 56 56
E-Mail info@cedies.public.lu

Öffnungszeiten
Empfang: von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr; Finanzielle Beihilfen: von Montag bis Freitag von 14.00 bis 17.00 Uhr; Studieninformation: von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr