Seine(n) Namen und Vornamen infolge des Erhalts der luxemburgischen Staatsangehörigkeit angleichen

Letzte Änderung dieser Seite am 01-04-2017

In der Regel behalten Personen, die die luxemburgische Staatsangehörigkeit erhalten, den Namen und die Vornamen, die sie laut den Gesetzes des Landes, aus dem sie stammen, zum Zeitpunkt der Einleitung des Einbürgerungs-, Options- oder Wiedereinbürgerungsverfahrens tragen.

Diese Personen haben jedoch die Möglichkeit, eine Angleichung (Änderung) ihres Namens und/oder ihrer Vornamen zu beantragen.

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Zielgruppe

Jeder, der die luxemburgische Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung, Option oder Wiedereinbürgerung erhalten hat, kann die Angleichung (Änderung) seines Namens und/oder seiner Vornamen beantragen.

Eine Angleichung des Namens eines Elternteils oder Adoptivelternteils wirkt sich automatisch auf Kinder aus, die zum Zeitpunkt des Ministerialbeschlusses zur Genehmigung der Namensangleichung jünger als 18 Jahre sind. Nur der Name oder die Namensbestandteile, den/die die Kinder von dem Elternteil bekommen haben, der seinen Namen geändert hat, wird/werden geändert.

Der Betroffene kann auch die Angleichung der Vornamen seines minderjährigen Kindes beantragen, sofern:

  • das Kind dem persönlich zustimmt, falls es das 12. Lebensjahr bereits vollendet hat;
  • der andere Elternteil oder Adoptivelternteil dem zustimmt.

Fristen

Der Antrag auf Angleichung des Namens und/oder der Vornamen ist folgendermaßen zu stellen:

  • im Rahmen eines Einbürgerungsverfahrens: gleichzeitig mit dem Einbürgerungsantrag oder später, aber zwingend vor dem Ministerialbeschluss zur Genehmigung oder Ablehnung des Antrags;
  • im Rahmen eines Options- oder Wiedereinbürgerungsverfahrens: gleichzeitig mit der Einleitung des Options- oder Wiedereinbürgerungsverfahrens oder später, aber spätestens binnen eines Jahres ab der Options- oder Wiedereinbürgerungserklärung.

Kosten

Das Verfahren zur Angleichung des Namens und/oder der Vornamen ist kostenlos.

Vorgehensweise und Details

Angleichung des Namens

Die Angleichung des Namens kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • Anpassung des vollständigen Namens oder eines oder mehrerer seiner Bestandteile an die in Luxemburg üblichen Formen.
    Beispiel: Barteldi wird zu Barthel;
  • Annahme des vollständigen Namens oder eines oder mehrerer seiner Bestandteile, der/die in der Geburtsurkunde des Betroffenen angegeben ist/sind.
    Beispiel: In der Geburtsurkunde steht Barthel Molitor, aber der Betroffene trägt nur den Namen Molitor. Er kann zwischen Molitor Barthel, Barthel Molitor oder nur Barthel wählen;
  • Hinzufügen des vollständigen Namens oder eines oder mehrerer seiner Bestandteile, der/die in der Geburtsurkunde des Betroffenen angegeben ist/sind, zu dem Namen, den er zum Zeitpunkt der Beantragung der Staatsangehörigkeit trägt.
    Beispiel: Der Betroffene heißt zum Zeitpunkt des Antrags nur Barthel, in der Geburtsurkunde steht aber Barthel Molitor. Er kann sich also entscheiden, Molitor zu Barthel hinzuzufügen, um Barthel Molitor oder Molitor Barthel zu heißen;
  • Hinzufügen eines oder mehrerer Bestandteile des Namens, den ein Elternteil oder Adoptivelternteil trägt, zu dem Namen, den der Betroffene zum Zeitpunkt der Beantragung der Staatsangehörigkeit trägt.
    Beispiel: Der Betroffene heißt zum Zeitpunkt des Antrags nur Barthel, der Name seines Vaters lautet aber Molitor. Er kann sich also entscheiden, Molitor zu Barthel hinzuzufügen, um Barthel Molitor oder Molitor Barthel zu heißen;
  • Umkehrung der Reihenfolge der Namensbestandteile.
    Beispiel: Barthel Molitor wird zu Molitor Barthel;
  • Entfernen eines Namensbestandteils oder mehrerer Namensbestandteile, wobei jedoch mindestens ein Bestandteil bestehen bleiben muss.
    Beispiel: Barthel Molitor wird zu Barthel.

Der oder die Namensbestandteil(e) kann/können an die in Luxemburg üblichen Formen angepasst werden.

Der Betroffene wählt die Reihenfolge der Namensbestandteile.

Eine Angleichung des Namens eines Elternteils oder Adoptivelternteils wirkt sich automatisch auf Kinder aus, die zum Zeitpunkt des Ministerialbeschlusses zur Genehmigung der Namensangleichung jünger als 18 Jahre sind. Nur der Name oder der/die Namensbestandteil(e), den/die die Kinder von dem Elternteil bekommen haben, der seinen Namen geändert hat, wird/werden geändert.

Bei Zweifeln hinsichtlich der bestehenden Möglichkeiten sollte sich der Antragsteller vor dem Verfassen seines Antrags an die Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l'indigénat) des Justizministeriums (Ministère de la Justice) wenden.

Angleichung des/der Vornamen(s)

Die Angleichung des oder der Vornamen(s) kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

  • Anpassung eines oder mehrerer in Luxemburg üblichen Vornamen(s).
    Beispiel: Sergio wird zu Serge;
  • Annahme eines oder mehrerer Vornamen(s), der/die in der Geburtsurkunde des Betroffenen angegeben ist/sind. Die Vornamen können auch an die in Luxemburg üblichen Formen angepasst werden.
    Beispiel: In der Geburtsurkunde steht Jean-François Didier, der Betroffene trägt aber nur den Vornamen Didier. Er kann sich für Jean-François anstelle von Didier entscheiden;
  • Hinzufügen eines oder mehrerer Vornamen(s), der/die in der Geburtsurkunde des Betroffenen angegeben ist/sind, zu dem Namen, den er zum Zeitpunkt der Beantragung der Staatsangehörigkeit trägt. Die Vornamen können auch an die in Luxemburg üblichen Formen angepasst werden.
    Beispiel: Der Betroffene heißt zum Zeitpunkt des Antrags nur Jean, aber in der Geburtsurkunde steht Jean-François Didier. Er kann sich also entscheiden, François zu Jean hinzuzufügen, um Jean-François oder François-Jean zu heißen;
  • Umkehrung der Reihenfolge der Vornamen.
    Beispiel: Jean François wird zu François Jean;
  • Entfernen eines oder mehrerer Vornamen(s), wobei jedoch mindestens ein Vorname bestehen bleiben muss.
    Beispiel: Jean François wird zu François.

Der Betroffene wählt die Reihenfolge der Vornamen.

Die Person, die die luxemburgische Staatsangehörigkeit erhalten hat, kann auch die Angleichung der Vornamen seines minderjährigen Kindes beantragen, sofern:

  • das Kind dem persönlich zustimmt, falls es das 12. Lebensjahr bereits vollendet hat;
  • der andere Elternteil oder Adoptivelternteil dem zustimmt.
Die Annahme eines oder mehrerer in Luxemburg üblichen Vornamen(s) ist Pflicht, wenn der Betroffene oder sein minderjähriges Kind keinen Vornamen trägt.

Bei Zweifeln hinsichtlich der bestehenden Möglichkeiten sollte sich der Antragsteller vor dem Verfassen seines Antrags an die Staatsangehörigkeitsabteilung des Justizministeriums wenden.

Antrag auf Angleichung

Der Antrag auf Angleichung kann anhand eines speziellen Formulars oder formlos beim Standesbeamten der Gemeinde des Wohnsitzortes in Luxemburg oder bei der Staatsangehörigkeitsabteilung des Justizministeriums eingereicht werden.

Das Antragsformular muss vom Antragsteller oder seinem gesetzlichen Vertreter unterzeichnet sein.

Pro Einbürgerungs-, Options- oder Wiedereinbürgerungsverfahren kann nur ein Antrag auf Angleichung eingereicht werden.

Genehmigung des Antrags auf Angleichung

Wird dem Antrag vom Justizminister stattgegeben, erhält der Antragsteller eine Mitteilung zur Information über die Angleichung seines Namens und/oder seines/seiner Vornamen(s).

Lebt der Betroffene im Großherzogtum Luxemburg, erfolgt die Mitteilung durch den Standesbeamten der Wohnsitzgemeinde. Lebt er im Ausland, erfolgt die Mitteilung durch das Justizministerium.

Wurde der Betroffene in Luxemburg geboren oder seine Geburtsurkunde bereits in Luxemburg übertragen, wird ein Vermerk des Ministerialbeschlusses zur Genehmigung der Angleichung in die Geburtsurkunde eingetragen, wenn der angeglichene Name und/oder der/die angeglichene(n) Vorname(n) von dem- bzw. denjenigen in der Geburtsurkunde abweicht/abweichen.

Wurde der Betroffene im Ausland geboren, wird seine Geburtsurkunde in die Personenstandsregister seiner Wohnsitzgemeinde übertragen, falls er in Luxemburg lebt, oder in diejenigen der Stadt Luxemburg, wenn er im Ausland lebt. Der Vermerk des Ministerialbeschlusses zur Genehmigung der Angleichung wird in die übertragene Geburtsurkunde eingetragen.

Diese Bestimmungen gelten ebenfalls für minderjährige Kinder, deren Name und/oder Vorname(n) geändert wird/werden.

Ablehnung des Antrags auf Angleichung

Wird dem Antrag auf Angleichung des Namens und/oder des/der Vornamen(s) nicht stattgegeben, wird die Ablehnung dem Antragsteller mitgeteilt. Er kann dann binnen 3 Monaten ab der Mitteilung eine Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht einreichen.

Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts kann gegebenenfalls innerhalb einer Frist von 40 Tagen ab Zustellung des Urteils durch die Geschäftsstelle des Verwaltungsgerichts vor dem Verwaltungsgerichtshof Berufung eingelegt werden.

Sowohl die Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht als auch die Berufung vor dem Verwaltungsgerichtshof müssen von einem Anwalt am Gerichtshof eingereicht werden.

Zuständige Kontaktstellen

Ministerium der Justiz
13, rue Erasme
Centre Administratif Pierre Werner / Kirchberg
L - 1468 - Luxemburg
Postanschrift L - 2934 Luxemburg
Großherzogtum Luxemburg
Tel: Infoline "Staatsangehörigkeit" - Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr aus Luxemburg (Gratisnummer 8002 1000) oder aus dem Ausland (+352 247 88588); Heimatschein - (+352) 247 84532; Sekretariat – (+352) 247 84547
Fax: (+352) 26 20 27 59
E-Mail Nationalite@mj.public.lu

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14.30 bis 16.00 Uhr (spezielle Öffnungszeiten in der Weihnachtszeit und den Sommerferien)