Sich bei der Wohnsitzgemeinde an-/abmelden

Letzte Änderung dieser Seite am: 06-11-2012

Jede Person, die sich auf dem Gebiet einer luxemburgischen Gemeinde niederlässt, muss sich unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit bei ihrer Ankunft in der Gemeinde beim Einwohnermeldeamt der Gemeindeverwaltung ihres Wohnorts anmelden.

Diese Anmeldung entspricht der Eintragung der Person in das Melderegister der Gemeindeverwaltung, denn alle Bürger sind verpflichtet, den Ort, an dem sie, gegebenenfalls gemeinsam mit ihrer Familie, ihren gewöhnlichen Wohnsitz haben, beim Zuzug in die neue Gemeinde zu melden.

Ausländische Staatsangehörige müssen zudem die mit der Einreise und dem Aufenthalt von Ausländern verbundenen Formalitäten erledigen.

Aufgrund des Prinzips der kommunalen Selbstverwaltung können die Bedingungen für die Anmeldung je nach Gemeinde unterschiedlich sein. Sie leiten sich aus den kommunalen Verordnungen ab, in denen die jeweiligen Verfahren festgelegt sind.

Formulare / Online-Dienste

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    Antrag auf Berichtigung, Eintragung einer Ermäßigung oder Ausstellung eines Duplikates einer Steuerkarte für ansässige Lohn- und Pensionsempfänger (164R)

Zielgruppe

Betroffen sind alle Personen, die sich in einer Gemeinde niederlassen oder eine luxemburgische Gemeinde verlassen wollen, unabhängig davon ob es sich um EU-Bürger oder Bürger eines gleichgestellten Staates oder um Drittstaatsangehörige handelt.

An- und Abmeldungen müssen von der Person, die nach Luxemburg zieht oder aus Luxemburg wegzieht, persönlich vorgenommen werden.

Anträge für Kinder unter 10 Jahren können von deren gesetzlichem Vertreter eingereicht werden, ohne dass die Kinder dazu anwesend sein müssen.

Erfolgt die An- oder Abmeldung durch einen Bevollmächtigten, d. h. durch eine Person, die beauftragt wurde, im Namen und für Rechnung einer anderen Person zu handeln, ist vom Bevollmächtigten ein Dokument mit dem Gegenstand der Vollmacht und den Personalien des Bevollmächtigten vorzulegen.

Voraussetzungen

Bürger einesEU-Mitgliedstaates (oder eines gleichgestellten Staates) und ihre Familienangehörigen müssen lediglich im Besitz eines gültigen nationalen Personalausweises oder Reisepasses (gegebenenfalls mit dem erforderlichen Visum versehen) sein.

Drittstaatsangehörige müssen im Besitz folgender Dokumente sein:

  • eines gültigen Reisepasses, welcher gegebenenfalls mit dem erforderlichen Visum versehen ist;
  • bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen: einer vor seiner Einreise ausgestellten Aufenthaltserlaubnis (mit Ausnahme der Familienangehörigen eines EU-Bürgers).
Den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gleichgestellt sind folgende Staaten:

  • Island, Liechtenstein und Norwegen als Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR);
  • die Schweiz.

Vorgehensweise und Details

Innerhalb einer Gemeinde oder in eine andere Gemeinde in Luxemburg umziehen

Es ist zu unterscheiden, ob eine Person eine Gemeinde verlässt oder innerhalb einer Gemeinde umzieht, oder ob eine Person aus einer anderen Gemeinde in Luxemburg sich in einer Gemeinde niederlässt.

Anmeldung (oder Adressänderung innerhalb der gleichen Gemeinde)

Jeder, der seinen Wohnsitz ändert, muss dies vor seinem Umzug bei der Gemeindeverwaltung seines Wohnortes melden. Dabei kann es sich um folgende Umzüge handeln:

  • aus einer luxemburgischen Gemeinde in eine andere luxemburgische Gemeinde;
  • innerhalb der gleichen Gemeinde;
  • oder aus Luxemburg ins Ausland.

Der Betroffene muss mit seinem Personalausweis bei der Gemeindeverwaltung der Gemeinde, aus der er wegzieht oder innerhalb derer er umzieht, vorstellig werden und dort die neue Adresse angeben, an der er sich niederlassen wird.

Wenn er in eine andere Gemeinde zieht, erhält er eine Kopie der Bescheinigung seiner Abmeldung, die er bei seiner Anmeldung in der neuen Wohnsitzgemeinde vorlegen muss.

Wenn er innerhalb der gleichen Gemeinde umzieht, kann er sofort folgende Bescheinigungen erhalten:

  • eine Bescheinigung seines Wohnsitzwechsels, die er seinem Arbeitgeber vorlegen kann, um den ihm aufgrund seines Umzugs zustehenden Sonderurlaub zu erhalten;
  • eine Wohnsitzbescheinigung für ihn und seine Familienangehörigen.

Im Falle eines Umzugs ins Ausland, empfiehlt das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten luxemburgischen Staatsangehörigen, sich bei einer der diplomatischen oder konsularischen Vertretungen im Ausland anzumelden.

Im Falle einer mehr als 6-monatigen Abwesenheit müssen Drittstaatsangehörige, die im Besitz eines Aufenthaltstitels sind, diesen der Einwanderungsbehörde (Direction de l'Immigration) des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten (Ministère des Affaires étrangères et européennes) aushändigen.

Anmeldung im Falle eines Umzugs aus einer anderen luxemburgischen Gemeinde

Jeder, der aus einer luxemburgischen Gemeinde in eine andere Gemeinde in Luxemburg umzieht, muss sich innerhalb von 8 Tagen nach seiner Ankunft in der neuen Wohnsitzgemeinde anmelden.

Dafür muss er mit folgenden Belegen bei der Gemeindeverwaltung der neuen Gemeinde vorstellig werden:

  • Bescheinigung der Abmeldung aus der Gemeinde, aus der der Wegzug erfolgte;
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass.
  • darüber hinaus können von der Gemeinde weitere Unterlagen verlangt werden (Familienstammbuch, Heiratsurkunde, Scheidungsurteil, usw.) Es wird daher empfohlen, sich vorher bei der zuständigen Gemeindeverwaltung zu erkundigen.

EU-Bürger, die in einer anderen Gemeinde ansässig waren, müssen ebenfalls eine Anmeldebescheinigung vorlegen.

Drittstaatsangehörige müssen bei ihrer Anmeldung folgende Dokumente vorlegen:

  • ihre Aufenthaltserlaubnis;
  • ihren Aufenthaltstitel;
  • ihr Visum.

Die neue Adresse ist in der von der Gemeinde ausgestellten Wohnsitzbescheinigung angegeben.

Darüber hinaus können von der Gemeinde weitere Unterlagen verlangt werden (Beispiel: Mietvertrag, Eigentumsurkunde, usw.).

Nach seiner Anmeldung, kann der Betroffene folgende Dokumente verlangen:

  • eine Bescheinigung seines Wohnsitzwechsels, die er seinem Arbeitgeber vorlegen kann, um den ihm aufgrund seines Umzugs zustehenden Sonderurlaub zu erhalten;
  • eine Wohnsitzbescheinigung für ihn und seine Familienangehörigen.

Aus dem Ausland nach Luxemburg ziehen

Die bei einem Umzug nach Luxemburg zu erledigenden Formalitäten unterscheiden sich, je nachdem ob es sich bei der Person, die sich in Luxemburg niederlassen möchte, um einen Bürger eines EU-Mitgliedstaates oder eines gleichgestellten Staates oder um einen Drittstaatsangehörigen handelt.

EU-Bürger und Staatsangehörige gleichgestellter Staaten sowie deren Familienangehörige

EU-Bürger und Bürger aus gleichgestellten Staaten sowie ihre Familienangehörigen (unabhängig von ihrer jeweiligen Staatsangehörigkeit) müssen sich nach ihrer Ankunft bei ihrer Aufenthaltsgemeinde anmelden, wenn sie beabsichtigen, länger als 3 Monate in Luxemburg zu bleiben.

Dafür müssen sie mit folgenden Belegen bei der Gemeindeverwaltung der neuen Gemeinde vorstellig werden:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass (gegebenenfalls versehen mit dem erforderlichen Visum oder nebst Vorlage der von einem anderen EU-Mitgliedstaat ausgestellten Aufenthaltskarte);
  • gegebenenfalls Familienstammbuch, oder in Ermangelung eines solchen:
    • Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunde;
    • Geburtsurkunden der Kinder.
Darüber hinaus können von der Gemeinde weitere Unterlagen verlangt werden. Es wird daher empfohlen, sich vorher bei der zuständigen Gemeindeverwaltung zu erkundigen.

Sofern die Dokumente nicht auf Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sind, ist eine beglaubigte Übersetzung eines vereidigten Übersetzers beizufügen.

Nach der Anmeldung bei der Gemeinde kann der Anmelder sich eine Wohnsitzbescheinigung für sich und seine Familienangehörigen ausstellen lassen. Eine solche Bescheinigung berechtigt zur Bewilligung des einem Arbeitnehmer aufgrund seines Umzugs zustehenden Sonderurlaubs.

Innerhalb von 90 Tagen nach seiner Einreise muss der Anmelder ebenfalls bei der gleichen Gemeindeverwaltung folgende Dokumente ausfüllen:

  • eine Anmeldeerklärung für Unionsbürger, sofern es sich um einen EU-Bürger oder Bürger eines gleichgestellten Staates handelt;
  • einen Antrag auf Erhalt einer Aufenthaltskarte für Familienangehörige eines Unionsbürgers, sofern es sich um einen Familienangehörigen eines EU-Bürgers handelt, der selbst aus einem Drittstaat stammt.

Drittstaatsangehörige

Drittstaatsangehörige, bei denen es sich nicht um Familienangehörige eines EU-Bürgers (oder Bürgers eines gleichgestellten Staates) handelt, müssen sich unabhängig von der geplanten Dauer ihres Aufenthalts innerhalb von 3 Tagen nach ihrer Einreise bei ihrer Aufenthaltsgemeinde anmelden.

Bei einem Aufenthalt von weniger als 3 Monaten sind sie von dieser Anmeldepflicht befreit, wenn für sie ein Meldeschein von einem Beherbergungsbetrieb ausgestellt wurde (Beispiel: Aufenthalt in einem Hotel).

Drittstaatsangehörige, die weniger als 3 Monate in Luxemburg bleiben, müssen bei ihrer Anmeldung bei der Gemeinde folgende Dokumente vorlegen:

  • einen gültigen Reiseausweis, gegebenenfalls versehen mit einem Visum;
  • gegebenenfalls ihr Familienstammbuch, oder in Ermangelung eines solchen:
    • ihre Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunde;
    • die Geburtsurkunden der Kinder.

Drittstaatsangehörige, die länger als 3 Monate in Luxemburg bleiben, müssen bei ihrer Anmeldung folgende Dokumente vorlegen:

  • die vor ihrer Einreise erhaltene Aufenthaltserlaubnis;
  • einen gültigen Reisepass, gegebenenfalls mit dem erforderlichen Visum versehen oder nebst Vorlage eines von einem anderen Schengenstaat ausgestellten gültigen Aufenthaltstitels;
  • gegebenenfalls Familienstammbuch, oder in Ermangelung eines solchen:
    • ihre Heirats- oder Lebenspartnerschaftsurkunde;
    • die Geburtsurkunden der Kinder.
Darüber hinaus können von der Gemeinde weitere Unterlagen verlangt werden. Es wird daher empfohlen, sich vorher bei der zuständigen Gemeindeverwaltung zu erkundigen.

Sofern die Dokumente nicht auf Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sind, ist eine beglaubigte Übersetzung eines vereidigten Übersetzers beizufügen.

Innerhalb von 90 Tagen nach ihrer Ankunft, müssen Drittstaatsangehörige, die im Besitz einer vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis sind und länger als 90 Tage in Luxemburg bleiben möchten, den zu der Kategorie ihrer Aufenthaltserlaubnis (Arbeitnehmer, Selbstständiger, Praktikant, usw.) passenden Aufenthaltstitel passenden Aufenthaltstitel bei der Einwanderungsbehörde (Direction de l'Immigration) des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten (Ministère des Affaires étrangères et européennes ) beantragen.

Behörden, die bei einem Wohnsitzwechsel benachrichtigt werden müssen:

Jeder Wohnsitzwechsel ist den folgenden Behörden mitzuteilen:

  • der Nationalen Gesundheitskasse (Caisse nationale de santé - CNS):
  • der Steuerverwaltung (Administration des Contributions directes - ACD), um gegebenenfalls eine neue Lohnsteuerkarte zu bekommen: die Lohnsteuerkarten von gebietsansässigen Lohn- oder Rentenempfängern werden automatisch von der ACD erstellt;
  • der Nationalen Gesellschaft für technische Überwachung (Société nationale de contrôle technique - SNCT) innerhalb eines Monats, um die neue Adresse in die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs eintragen zu lassen:
    • entweder durch persönliches Vorsprechen am Empfangsschalter einer der Prüfstellen und dortige Vorlage der Zulassungsbescheinigung (Teile I und II) und einer aktuellen Originalwohnsitzbescheinigung (vor weniger als 1 Monat ausgestellt);
    • oder durch Einsenden eines Schreibens zur Bitte um Adressänderung an die SNCT nebst der Zulassungsbescheinigung (Teile I und II) und einer aktuellen Originalwohnsitzbescheinigung (vor weniger als 1 Monat ausgestellt).
Bei einem Umzug über die Landesgrenzen muss der Eigentümer, der sein Kraftfahrzeug nach Luxemburg einführt, die Formalitäten für die Zulassung seines Fahrzeugs bei der SNCT innerhalb von 6 Monaten ab seiner Niederlassung erledigen.

Zuständige Kontaktstellen