Staatsangehörigkeitsnachweis

Letzte Änderung dieser Seite am 04-11-2014

Zielsetzung(en)

Zweck des Staatsangehörigkeitsnachweises ist es, den Besitz der luxemburgischen Staatsangehörigkeit nachzuweisen.

Er kann nur verlangt werden:

  • von den luxemburgischen Behörden im Falle eines „ernsthaften Zweifels” oder der „Bestreitung” der luxemburgischen Staatsangehörigkeit;
  • von ausländischen Behörden in allen Fällen.

Mit anderen Worten, der Staatsangehörigkeitsnachweis (von manchen Behörden auch „Heimatschein” genannt) ist ein Beweismittel, das von den luxemburgischen Behörden nur in Ausnahmefällen verlangt werden darf.

Bis zum Beweis des Gegenteils wird vom Besitz der luxemburgischen Staatsangehörigkeit einer Person ausgegangen, und zwar durch das Innehaben:

  • eines gültigen luxemburgischen Reisepasses;
  • eines gültigen luxemburgischen Personalausweises.

Im Ausland ansässige Luxemburger, die weder einen gültigen luxemburgischen Reisepass noch einen gültigen luxemburgischen Personalausweis besitzen, müssen den Beweis ihrer Staatsangehörigkeit anhand eines Staatsangehörigkeitsnachweises erbringen.

Eintragungen

Der Staatsangehörigkeitsnachweis bezeugt, dass die betreffende Person im Besitz der luxemburgischen Staatsangehörigkeit ist.

Auf Verlangen der betreffenden Person enthält der Nachweis das Datum, an dem sie die luxemburgischen Staatsangehörigkeit erworben hat.

Der Staatsangehörigkeitsnachweis ist gültig, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Dieselbe Beweiskraft haben Bescheinigungen, die ab dem 10. September 1944 ausgestellt wurden.

Modalitäten zur Erlangung

Der Antragsteller eines Staatsangehörigkeitsnachweises muss durch aussagekräftige Dokumente beweisen, dass er die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzt.

Der Staatsangehörigkeitsnachweis kann beantragt werden:

  • entweder persönlich in der Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’indigénat) des Justizministeriums. Ist es dem Betroffenen nicht möglich, persönlich vorstellig zu werden, können die Behördengänge von einer Vertrauensperson erledigt werden, die eine Kopie des Ausweisdokuments des Antragstellers vorlegen muss;
  • oder durch Zusendung eines entsprechenden Antrags per Post, Fax oder E-Mail an die Staatsangehörigkeitsabteilung.

Beizubringende Unterlagen

Der Antragsteller auf Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsnachweises muss folgende Angaben machen:

  • Name, Vornamen, Geburtsdatum und -ort sowie seine Anschrift;
  • Name, Vornamen, Geburtsdatum und -ort seiner Eltern;
  • den Verwendungszweck des Staatsangehörigkeitsnachweises.

Die Staatsangehörigkeitsabteilung kann die Vorlage von Unterlagen verlangen, wie etwa Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Sterbeurkunden, Gerichtsurteile und eine Kopie ausländischer Ausweispapiere.

Da die Dokumente zur Bekräftigung des Antrags auf Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsnachweises je nach Fall unterschiedlich sind, wird empfohlen, sich im Voraus am Schalter der Staatsangehörigkeitsabteilung (Tel.: (+352) 247 84 5 32 oder (+352) 247 88 5 25) oder bei der Infoline „Nationalité“ unter 8002 1000 (oder aus dem Ausland unter +352 247 88 5 88) zu erkundigen.

Ausstellungskosten

Die Kosten für Staatsangehörigkeitsnachweise richten sich nach der Dauer der Gültigkeit. Etwaige Gebühren:

  • eine Stempelgebühr von 4 Euro, wenn die Gültigkeit ein Jahr oder weniger beträgt;
  • von 10 Euro, wenn die Gültigkeit mehr als ein Jahr beträgt (jedoch höchstens 5 Jahre).

Die Stempelgebühr kann entrichtet werden:

  • entweder in bar am Schalter der Staatsangehörigkeitsabteilung;
  • durch eine Verwaltungsgebührenmarke;
  • oder per Banküberweisung.

Die Zahlung per Scheck oder Karte ist nicht zulässig.

Frist(en)

Sind die Unterlagen vollständig und die Stempelgebühr entrichtet, übermittelt die Staatsangehörigkeitsabteilung dem Antragsteller den Staatsangehörigkeitsnachweis schnellstmöglich.

Zuständige Kontaktstellen :