Bescheinigung bezüglich des luxemburgischen Vorfahren

Letzte Änderung dieser Seite am 31-10-2017

Ziel(e)

Im Rahmen des Wiedereinbürgerungsverfahrens muss der Antragsteller nachweisen, dass er einen Vorfahren in direkter Linie hat, der zum 1. Januar 1900 Luxemburger war.

Hierzu muss er u. a. eine Bescheinigung bezüglich des luxemburgischen Vorfahren beim Standesbeamten eines der folgenden Orte vorlegen:

  • seiner üblichen Wohnsitzgemeinde, wenn er in Luxemburg lebt;
  • der Stadt Luxemburg, wenn er im Ausland lebt.

Es spielt keine Rolle, ob der Vorfahr männlich oder weiblich bzw. volljährig oder minderjährig war.

Eintragungen

In der Bescheinigung steht, dass der Antragsteller einen Vorfahren in direkter Linie hat, der am 1. Januar 1900 Luxemburger war.

Modalitäten zur Erlangung

Betroffene Personen können sich eine solche Bescheinigung folgendermaßen besorgen:

  • persönlich in der Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’indigénat) des Justizministeriums (Ministère de la Justice). Ist es dem Betroffenen nicht möglich, persönlich vorstellig zu werden, kann die Bescheinigung von einer Vertrauensperson beantragt werden, die eine Kopie des Ausweisdokuments des Antragstellers vorlegen muss;
  • durch Zusendung eines entsprechenden Antrags per Post an die Staatsangehörigkeitsabteilung, wobei Folgendes anzugeben ist:
    • Name und Vorname(n);
    • Geburtsdatum und -ort;
    • Anschrift in Luxemburg oder im Ausland.

Beizubringende Unterlagen

Der Antragsteller muss seinem Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung bezüglich des luxemburgischen Vorfahren folgende Belege beifügen:

  • eine Kopie seines Reisepasses oder Personalausweises (im Falle einer Beantragung per Post);
  • Personenstandsurkunden, die belegen, dass er einen Vorfahren hatte, der zum 1. Januar 1900 die luxemburgische Staatsangehörigkeit besaß, wie zum Beispiel:
    • Geburtsurkunde;
    • Heiratsurkunde;
    • Sterbeurkunde.

Der Antragsteller kann auf jede Generation väterlicher- oder mütterlicherseits zurückgreifen, um nachzuweisen, dass er ein Nachkomme dieses Vorfahren ist.

Die Staatsangehörigkeitsabteilung kann die Vorlage weiterer amtlicher Dokumente verlangen, um zu belegen, dass einer der Vorfahren die luxemburgische Staatsangehörigkeit nicht vor dem 1. Januar 1900 verloren hat.

Der Antragsteller muss sich die erforderlichen Dokumente bei den luxemburgischen Gemeinden oder ausländischen Behörden besorgen.

Wenn Familienangehörige später ebenfalls wiedereingebürgert werden wollen, müssen die vom ersten Antragsteller beigebrachten Dokumente nicht erneut vorgelegt werden.

Im Vorfeld kann man sich bei folgenden Stellen erkundigen:
  • am Schalter der Staatsangehörigkeitsabteilung (Tel.: (+352) 247 84 5 32 oder (+352) 247 88 5 25) oder
  • bei der Infoline „Nationalité“ unter der 8002 1000 (oder aus dem Ausland +352 247 88 5 88).

Ausstellungskosten

Die Ausstellung der Bescheinigung bezüglich des luxemburgischen Vorfahren ist kostenlos.

Für die Erstellung bestimmter Belege, die im Rahmen des Wiedereinbürgerungsverfahrens vorgelegt werden müssen, können jedoch Gebühren erhoben werden, die von der ausstellenden Behörde festgesetzt werden. Zum Beispiel können luxemburgische Gemeinden und ausländische Behörden die Zahlung einer Gebühr als Gegenleistung für die Ausstellung von Kopien von Personenstandsurkunden verlangen.

Frist(en)

Sind die Unterlagen vollständig, übermittelt die Staatsangehörigkeitsabteilung dem Antragsteller die Bescheinigung bezüglich des luxemburgischen Vorfahren schnellstmöglich per Post.

Zuständige Kontaktstellen :